{"id":90,"date":"2014-03-23T21:58:37","date_gmt":"2014-03-23T20:58:37","guid":{"rendered":"http:\/\/hausen-aulatal.de\/?page_id=90"},"modified":"2014-05-07T22:36:05","modified_gmt":"2014-05-07T20:36:05","slug":"kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hausen-aulatal.de\/?page_id=90","title":{"rendered":"Kirche"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bild-3-Kirche.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-427\" alt=\"Foto  Kirche\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bild-3-Kirche-300x199.jpg\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bild-3-Kirche-300x199.jpg 300w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/Bild-3-Kirche-1024x680.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Hausener Kirche ist \u2013 neben dem Schloss \u2013 sicherlich das geschichtlich, kulturgeschichtlich und architektonisch bedeutendste Geb\u00e4ude des Ortes.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Bauwerk<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das Alter der Kirche konnte bisher zwar nicht ganz genau bestimmt werden, doch erlauben einzelne bauliche Details den Schluss, dass die Baugeschichte dieser Kirche bis in die Zeit der Romanik, d.h. bis ins 13. Jahrhundert zur\u00fcckreicht.<\/p>\n<p>Durch einen im Jahre 1900 vollendeten neugotischen Umbau der Westseite erhielt die Kirche ihr heute pr\u00e4gendes, au\u00dferordentlich reizvolles Aussehen. Sie \u00e4hnelt eher \u00a0einer englischen Dorfkirche als den sonst in Nordhessen anzutreffenden l\u00e4ndlichen Kirchen und hat damit eine vom Architekten (Dr. Gustav Sch\u00f6nermark aus Kassel) und den Auftraggebern vermutlich nicht unbeabsichtigte architektonische Alleinstellung im n\u00e4heren und weiteren Umfeld.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Gruft<\/span><\/b><\/p>\n<p>Bemerkenswert\u00a0 ist auch der schlichte, erkennbar zum \u00e4lteren, wenn auch wohl nicht \u00e4ltesten Baubestand der Kirche z\u00e4hlende Anbau an der Nordostecke der Kirche. Er beherbergt eine durch eine T\u00fcr vom Chor der Kirche aus zug\u00e4ngliche Familiengruft der Freiherren v. D\u00f6rnberg. Auch diese Gruft darf f\u00fcr sich Seltenheitscharakter beanspruchen. Sie soll hier, weil sie nicht besichtigt werden kann, kurz beschrieben werden. Es handelt sich nicht etwa um eine unterirdische Gruft, sondern um einen bis ca. zu seiner halben H\u00f6he unter das \u00e4u\u00dfere Bodenniveau vertieften, in Gew\u00f6lbeform gemauerten Raum. Dieser ist, abgesehen von einem rechts hinter der Zugangst\u00fcr befindlichen gr\u00f6\u00dferen Wappengrabstein aus Sandstein f\u00fcr Burkhard v. D\u00f6rnberg (1588 bis 1659) und zwei in die Stirnwand eingelassenen kleineren farbigen Wappengrabsteinen f\u00fcr zwei seiner bereits im fr\u00fchen Kindesalter verstorbenen T\u00f6chter (auf einem ist noch das Todesjahr 1624 erkennbar), nicht weiter ausgeschm\u00fcckt. Drei dicht unter der Gew\u00f6lbedecke \u00a0und deutlich \u00fcber dem \u00e4u\u00dferen Bodenniveau in den W\u00e4nden angebrachte, doppelt vergitterte und zum Teil offene ovale Fenster\u00f6ffnungen lassen Luft und Tageslicht herein. Auf dem mit Sandsteinplatten bedeckten Fu\u00dfboden stehen\u00a0 auf zwei niedrigen Holzgestellen insgesamt 11 zum Teil aufw\u00e4ndig gearbeitete Holzs\u00e4rge aus der Zeit von 1689 bis 1819.<\/p>\n<p>Sie sind, mit einer Ausnahme, an den Stirnseiten mit den Initialen, Wappen und Lebensdaten der Beigesetzten bemalt. Auffallend ist der gro\u00dfe Anteil an Kindern (7) unter den Verstobenen. Aber auch die im Alter von 60 bzw. 42 Jahren verstorbenen Eltern Wilhelms Freiherr v. \u00a0D\u00f6rnberg, des sogenannten Aufstands-D\u00f6rnbergs, ruht in dieser Gruft. Erbauer der Gruft waren vermutlich der am 18. M\u00e4rz 1696 verstorbene Wilhelm Ludwig v. D\u00f6rnberg und seine Ehefrau Hedwig Sophie, eine geborene Gr\u00e4fin v. Kunowitz. Sie waren die Ur- Gro\u00dfeltern des Aufstands-D\u00f6rnbergs. Es ist zu vermuten, dass Wilhelm Ludwig in dem\u00a0 gr\u00f6\u00dften und prunkvollsten, mit Ornamentbeschl\u00e4gen reich verzierten, aber als einzigem unbeschrifteten Sarg der Gruft seine letzte Ruhe gefunden hat. Seine Witwe, die wesentlich sp\u00e4ter starb, ist nicht in Hausen begraben. Das in Stein gehauene Doppelwappen des Ehepaares befindet sich \u00fcber dem Eingang zur Gruft.<\/p>\n<p>In dessen T\u00fcrsturz ist die Jahreszahl 1696 eingemei\u00dfelt. Da in der Gruft auch 3 Kinder der Eheleute D\u00f6rnberg \/ Kunowitz beigesetzt sind, von denen zwei bereits im Jahre 1689 und eines im Jahre 1694 verstorben waren, stellt sich die Frage, ob die Jahreszahl 1696 tats\u00e4chlich auf einen Neubau oder nur auf die Vollendung eines Umbaus einer schon vorhandenen Vorg\u00e4ngeranlage verweist, die diese S\u00e4rge schon fr\u00fcher aufgenommen hatte. Die vorerw\u00e4hnten in die Stirnwand der Gruft eingelassenen \u00a0Grabsteine der T\u00f6chter des Burkhard v. D\u00f6rnberg und dessen eigener Grabstein nennen sogar ca. 72 \u00a0bzw. 37 Jahre vor dem Jahre 1696 liegende Sterbedaten. Es ist jedoch durchaus m\u00f6glich, dass sie erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt in die Gruft verbracht wurden.<\/p>\n<p>Wahrscheinlicher bleibt daher, dass die Zahl 1696 sich \u2013 wie auch bisher schon angenommen \u2013 auf den Abschluss eines Neubaus bezieht, der wegen Platzmangels im Inneren der Kirche erforderlich wurde, und dass bis zu seiner Vollendung die S\u00e4rge der 3 Kinder und m\u00f6glicherweise auch der ihres Vaters, der, wie schon erw\u00e4hnt, bereits am 18. M\u00e4rz 1696 verstorben war, anderweitig, vielleicht in der unter dem Chor zu vermutenden \u00e4lteren Grablege der D\u00f6rnbergs, verwahrt wurden.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Grabsteine<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die Innenausstattung der Kirche enth\u00e4lt ebenfalls viele Bez\u00fcge zur Patronatsfamilie der Freiherren v. D\u00f6rnberg. Hier seien zun\u00e4chst die 8 in die S\u00fcdwand und die W\u00e4nde des Chorraums eingelassenen, zum Teil in sehr guter handwerklicher Qualit\u00e4t gefertigten wappengeschm\u00fcckten Grabsteine von Mitgliedern dieser Familie aus dem 17. Jahrhundert (1608 bis 1667) erw\u00e4hnt. Sie stammen alle aus der Zeit vor dem Anbau der neuen Gruft. Der \u00dcberlieferung nach bedeckten sie den Boden des Chorraums und wurden erst anl\u00e4sslich des Umbaus der Kirche im Jahre 1900 aufrecht in die W\u00e4nde eingemauert. Unter ihnen befinden sich auch die Grabsteine der Mechthild v. D\u00f6rnberg, geb. v. Keudel (1598 bis 1662), der Ehefrau des bereits erw\u00e4hnten Burkhard v. D\u00f6rnberg, sowie weiterer 3 Kinder dieses Ehepaares, darunter einer verheirateten Tochter (v. Dalwigk). \u00a0Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass die heute monochromen Grabsteine im Chorraum urspr\u00fcnglich farbig bemalt waren. Die beiden Kindergrabsteine in der Gruft, die noch Spuren ihrer fr\u00fcheren farbigen Fassung aufweisen, legen diese Vermutung ebenso nahe, wie die zeitgleichen farbigen Grabsteine in der Kapelle der Burg Herzberg.<\/p>\n<p>Auch au\u00dferhalb der Kirche, an deren S\u00fcdwand, befinden sich kulturhistorisch wertvolle und erhaltenswerte Grabsteine. Vier von ihnen fallen durch ihre einheitliche Gestaltung auf. Sie stammen aus dem 18. Jahrhundert und erinnern an Mitglieder der Familie Gutberlet, der damaligen Verwalterfamilie auf dem Hofgut. Ein f\u00fcnfter Stein unterscheidet sich in Gr\u00f6\u00dfe, Material und Form deutlich von den anderen, ist aber leider wegen fortgeschrittener Verwitterung seines Textes nicht mehr zuordenbar. Bereits in dem verdienstvollen Werk \u201eSpurensuche, kulturhistorischer Wegweiser nach Hausen mit Sprachf\u00fchrer\u201c von Hans G\u00fcnther und Jens Malte Bickert aus dem Jahre 1999 wird die fortschreitende durch die exponierte Aufstellung bedingte Verwitterung dieser Grabsteine beklagt. Den Verantwortlichen sei dieser Hinweis nochmals ans Herz gelegt.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Wappenbemalung der Emporen<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das Schiff der Kirche wird von der Farbigkeit der im Jahre 2007 von Grund auf restaurierten Bemalung der Holzt\u00e4felung der beiden Emporen dominiert. Hier sehen wir in den Feldern der Westempore (sie befand sich vor dem Umbau von 1900 an der Nordseite) die namentlich als solche kenntlich gemachten\u00a0 Wappen des Ehepaares Carl v. D\u00f6rnberg (1544 bis 1608) und seiner Ehefrau Anna Catharina, geb. v. Schachten (1545 bis 1605). Jeweils daneben befinden sich die aufgrund der beigef\u00fcgten Familiennamen identifizierbaren Geburtswappen der M\u00fctter, Gro\u00dfm\u00fctter und Urgro\u00dfm\u00fctter dieses Ehepaares. Allerdings fehlen auf der Seite der Ehefrau 2 der 4 Wappen ihrer Urgro\u00dfm\u00fctter. Eine Fotografie der Kirche um ca. 1880 zeigt, dass schon an der damaligen Nordempore zwei der Felder unbemalt waren. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr das Fehlen der Wappen sind nicht bekannt.<\/p>\n<p>Die S\u00fcdempore ist ebenfalls mit den Wappen eines D\u00f6rnberg\u2018schen Ehepaares und den Wappen seiner weiblichen Vorfahren in analoger Anordnung zu den Wappen der Westempore geschm\u00fcckt. Es handelt sich bei diesem Ehepaar um Johann Caspar Freiherr v. D\u00f6rnberg (1616 bis 1680) und seine aus der Schweiz stammende Ehefrau Catherina Susanne, geb. Freiin v. Erlach. Die genauen Lebensdaten der Letzteren lassen sich den Familienaufzeichnungen, soweit sie dem Verfasser zug\u00e4nglich waren, nicht entnehmen. Wir wissen nur, dass sie ihren Ehemann mindestens bis 1692 \u00fcberlebte. Unter dem Allianzwappen des Ehepaares in der Mitte der S\u00fcdempore finden wir die Jahreszahl 1668, die auf das Entstehungsjahr der kulturhistorisch und genealogisch gleicherma\u00dfen interessanten Wappenausmalung verweist. Die Eheleute Johann Caspar und Catherina Susanne sind \u00fcbrigens die Eltern jenes Wilhelm Ludwig von D\u00f6rnberg, dessen Wappen sich \u00fcber der Gruft befindet.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Fenster<\/span><\/b><\/p>\n<p>Auch das 1901 gestiftete, heute in der Nordwand der Kirche befindliche farbige Fenster des predigenden Christus verweist durch seine Stifterwappen auf die Patronatsfamilie (Hugo I Freiherr v. D\u00f6rnberg und seine Ehefrau C\u00e4cilie, geb. Rabe v. Pappenheim).<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Orgel <\/span><\/b><\/p>\n<p>Ein besonderes Schmuckst\u00fcck der Kirchenausstattung in Hausen ist auch die heute auf der Westempore befindliche Orgel. Sie wurde zwar erst 1880 von dem (w\u00e4hrend seiner Arbeit verstorbenen und auf dem Hausener Friedhof beigesetzten) Orgel-Baumeister Georg Friedrich Wagner aus Hersfeld gebaut, doch stammt ihre geschnitzte und zum Teil vergoldete barocke Einfassung mit zwei Engelsh\u00e4uptern und \u2013fl\u00fcgeln an den Seiten erkennbar von einer \u00e4lteren Orgel. M\u00f6glicherweise handelt es sich hierbei sogar noch um die Einfassung der fr\u00fchesten uns \u00fcberlieferten Hausener Orgel von Meister Conrad Lautenbach aus Angersbach aus dem Jahre 1688.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Altar<\/span><\/b><\/p>\n<p>Der steinerne Altartisch, der aus einer Altarplatte besteht, die auf vier rechteckigen gedrungenen Pfeilern ruht, beeindruckt durch seine schlichte Ausgewogenheit. Er ist \u00a0zeitlich sp\u00e4testens der Renaissance, vermutlich aber einer noch fr\u00fcheren Zeitepoche zuzuordnen.<\/p>\n<p>Hinter dem Altartisch befindet sich vor der Ostwand des Chores ein h\u00f6lzerner Untersatz, auf dem ein gemalter Fl\u00fcgelaltar steht. Dieser wurde nach umfassender Restaurierung erst im Jahre 1951 in der Kirche aufgestellt. Optisch ist die Anordnung so geschickt gew\u00e4hlt, dass vom Kirchenschiff aus gesehen der Fl\u00fcgelaltar wie ein Aufsatz des Altartisches wirkt. Der Fl\u00fcgelaltar ist von hervorgehobener kunsthistorischer, aber auch genealogischer Bedeutung. Er zeigt \u00a0im Mittelteil den hoch aufragenden gekreuzigten Christus vor einem schwarz verhangenen Himmel mit einer Reihe phantasievoller Bauten im Hintergrund, die wohl das himmlische Jerusalem darstellen. Vom Betrachter aus gesehen links knien neben dem Kreuz \u00a0anbetend\u00a0 ein \u00e4lterer und ein j\u00fcngerer Mann in R\u00fcstung und ein Knabe, w\u00e4hrend auf der rechten Seite 6 Frauen, einheitlich in der Tracht des ausgehenden 16. bzw. beginnenden 17. Jahrhunderts gekleidet, ebenfalls kniend den Gekreuzigten anbeten. Unter dieser Szene sind, quer \u00fcber die ganze Breite des unteren Teils des Altarbildes verlaufend, 5 perspektivisch widergegebene kleine Tische gemalt. An den L\u00e4ngs- und Stirnseiten der Tische sitzen Kinder verschiedenen Alters, gleichfalls in zeitgen\u00f6ssischer, von Tisch zu Tisch sich farblich unterscheidender Tracht. W\u00e4hrend die M\u00e4dchen &#8211; wie ihre M\u00fctter auf dem Oberteil des Bildes &#8211; \u00a0einen plissierten Rundkragen tragen, sind die Kr\u00e4gen der Knaben &#8211; wie die ihres Gro\u00dfvaters und seiner beiden S\u00f6hne &#8211; flach und vorne \u00a0offen. \u00dcber den Tischen sehen wir durch \u00dcberschriften erl\u00e4uterte\u00a0 Doppelwappen, die von rechts nach links von 1 bis 5 durchnummeriert sind. Jeweils vom Betrachter aus gesehen rechts befindet sich das damit als Ehefrau-Wappen kenntlich gemachte Wappen v. D\u00f6rnberg mit einem links daneben dargestellten Ehemann-Wappen aus den Familien 1. v. Buchenau, 2. v. Cramm, 3. Schenck zu Schweinsberg, 4. v. Berlepsch, und 5. Riedesel zu Eisenbach. Alle genannten Familien existieren \u00fcbrigens noch heute. Die Ziffern 1 bis 5 finden sich zu F\u00fc\u00dfen von 5 der auf dem Hauptbild dargestellten 6 Frauen wieder.<\/p>\n<p>Bei den auf dem Altarbild dargestellten Personen handelt es sich um den bereits erw\u00e4hnten Carl v. D\u00f6rnberg, seine Ehefrau Anna Catharina, \u00a0ihre 7 Kinder (2 S\u00f6hne und f\u00fcnf T\u00f6chter) und 32 ihrer Enkel. Die Wappen \u00fcber den Kindertischen zeigen die Familien an, in die die 5 T\u00f6chter eingeheiratet hatten. Bei n\u00e4herer Betrachtung fallen die kleinen roten Kreuze auf, die viele der abgebildeten Personen in ihren gefalteten H\u00e4nden halten. Hieraus erkennen wir, dass Anna Catharina v. D\u00f6rnberg, deren Lebensdaten auf dem \u00a0vom Betrachter aus gesehen rechten Altarfl\u00fcgel mitgeteilt werden, sowie ihre beiden S\u00f6hne, deren Namen und Lebensdaten wir auf dem linken Altarfl\u00fcgel finden, nicht mehr lebten, als das Hauptbild des Altars gemalt wurde und dass Carl v. D\u00f6rnberg, der auf dem Hauptbild kein rotes Kreuz in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt und mithin bei dessen Vollendung noch am Leben war, nicht mehr lebte, als der linke Seitenfl\u00fcgel, der das Jahr 1608 als sein Todesjahr nennt, vollendet wurde. Wir erfahren durch die Darstellungsweise weiterhin und wissen auch aus anderen Quellen, dass mit dem Tode Carls sein Familienzweig im Mannesstamm erlosch. Mithin sind Carl und Anna Catharina v. D\u00f6rnberg zwar die Vorfahren zahlreicher heute noch lebender Personen, die von den Familien der T\u00f6chter abstammen, nicht aber die Stammeltern der heutigen D\u00f6rnbergs. Beide Eheleute sind \u00fcbrigens in der Hausener Kirche begraben. Ihre Grabsteine befinden sich zwischen dem Seiteneingang und dem Chor. Von den 32 dargestellten bis zum Tode Carls geborenen Enkelkindern des Ehepaares lebten bei Fertigstellung des Hauptbildes nur noch 21, die, sofern sie erwachsen wurden, mitten in die Schreckenszeit des 30j\u00e4hrigen Kriegs gerieten und zum Teil, wie aus anderen Zusammenh\u00e4ngen bekannt, in diesem an Seuchen starben bzw. gewaltsam ums Leben kamen.<\/p>\n<p>Wer der oder die Auftraggeber dieses bemerkenswerten Altars waren, l\u00e4sst sich ohne weitere urkundliche Belege nur mutma\u00dfen. Folgt man dem Hauptbild des Altars, auf dem Carl im Gegensatz zu seiner Frau noch nicht als verstorben gekennzeichnet ist, so k\u00f6nnte er noch pers\u00f6nlich den Altar nach dem Tode seiner Frau im Jahre 1605 in Auftrag gegeben haben. Andererseits ist aber, da auf dem linken Seitenfl\u00fcgel das Todesdatum Carls angegeben wird,\u00a0 auch nicht ganz auszuschlie\u00dfen, dass erst die T\u00f6chter und deren Ehem\u00e4nner das Epitaph nach dem Tode Carls, also fr\u00fchestens 1608, aber auf jeden Fall noch vor 1613, dem Todesjahr der zuerst verstorbenen Tochter (Margarethe v. Berlepsch, Nr. 4) malen oder vollenden lie\u00dfen. Der breite Raum, der der Darstellung nicht nur der T\u00f6chter, sondern auch ihrer standesgem\u00e4\u00dfen Heiraten und\u00a0 insbesondere auch ihrer Kinder einger\u00e4umt wird, spricht f\u00fcr eine gewisse Mitsprache der T\u00f6chter bei der Konzeption des Altarbildes. Schlie\u00dflich k\u00f6nnten die T\u00f6chter aber \u00a0auch nur den Rahmen, den Aufsatz und die Seitenfl\u00fcgel des bereits zu Lebzeiten Carls vollendeten Altargem\u00e4ldes haben anfertigen lassen.<\/p>\n<p>Nachdenklich stimmen die zahlreichen Bibelverse, die wir sowohl auf dem gemalten Altar und seinen Fl\u00fcgeln, als auch auf den ihn im Chorraum umgebenden Grabsteinen finden. Sie k\u00fcnden von gro\u00dfem Leid, aber auch von unersch\u00fctterlichem Glauben vergangener Generationen und ihrem Vertrauen auf Gott.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Ausmalung des Chors<\/span><\/b><\/p>\n<p>Wesentlich \u00e4lter als die bisher geschilderte Ausstattung der Kirche ist die leider nur fragmentarisch und sehr verst\u00fcmmelt erhaltene Ausmalung des Chors. Ihre Entstehungszeit reicht ins vorreformatorische 15. Jahrhundert und vielleicht sogar ins 14. Jahrhundert zur\u00fcck. Es ist anzunehmen, dass sie zur Zeit des Landgrafen Moritz des Gelehrten\u00a0 (er regierte von 1592 bis 1627) anl\u00e4sslich der Einf\u00fchrung des reformierten Glaubens in Nordhessen in den Jahren 1605 bis 1607 und im Zuge der damit einhergehenden Bilder- und Kunstvernichtung in den Kirchenr\u00e4umen \u00fcbert\u00fcncht und verputzt wurde. Vielleicht ist sie aber auch erst nach Besch\u00e4digungen im 30j\u00e4hrigen Krieg den Kirchenrenovierungen Ende des 17. Jahrhunderts (1668\/1696 siehe oben bei \u201eWappenbemalung\u201c \u00a0und\u00a0 \u201eGruft\u201c) zum Opfer gefallen. Jedenfalls wurde sie erst in den \u00a0Jahren \u00a01965 und 1966 in Restbest\u00e4nden wieder freigelegt und dabei wohl auch zum Teil interpretierend erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>An der s\u00fcdlichen Innenwand des Chorraums ist noch schemenhaft eine Christophorusfigur mit dem Christusknaben auf den Schultern zu erkennen. Er d\u00fcrfte sich in Hausen, worauf H.G. Bickert im Schw\u00e4lmer Jahrbuch 2010, Seite 116 ff. hinweist, angesichts der Lage des Ortes an \u201eeinem Knotenpunkt ehedem wichtiger Verkehrswege\u201c\u2026 \u201eals Patron der Pilger, Reisenden und Fuhrleute\u201c einer besonderen Verehrung \u00a0erfreut haben. Die zwei unvollst\u00e4ndig erhaltenen Gestalten in langen Gew\u00e4ndern mit Heiligenscheinen an der Ostwand rechts hinter dem Altar werden von H.G. Bickert a.a.O. aufgrund noch erhaltener \u00dcberlieferungen zur seinerzeit wohl \u00e4hnlich ausgemalten Kirche in Langenstein bei Kirchhain als die Heiligen Jakobus und Anna gedeutet.<\/p>\n<p>Das Bildprogramm der Deckenbemalung des Chors kann neuerdings, trotz seines ebenfalls l\u00fcckenhaften und schlechten Erhaltungszustandes, wohl mit hinl\u00e4nglicher Sicherheit entschl\u00fcsselt werden. In den 4 Feldern zwischen den Kreuzrippen des Chorgew\u00f6lbes sind medaillonartig in heute ockerfarbener und fr\u00fcher vielleicht einmal gelber, runder zum Teil mit roten Punkten besetzter Umrandung vier verschiedene fig\u00fcrliche Symbole gemalt, von denen drei erkennbar fabelartige Tiere darstell(t)en. W\u00e4hrend ein gefl\u00fcgelter L\u00f6we im westlichen Deckenfeld des Chorgew\u00f6lbes noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut und auch ein vogelartiges Wesen im n\u00f6rdlichen Deckenfeld mit einiger Phantasie immerhin noch als solche erkennbar sind, sind die geringen Reste der Darstellung im \u00f6stlichen Deckenfeld aus sich heraus nur schwer zu deuten. Sie lassen aber immerhin den Faltenwurf eines Gewandes erkennen. Die vierte Darstellung im s\u00fcdlichen Deckenfeld zeigt bei im \u00dcbrigen vernichteter Bemalung relativ deutlich ein rotes vierbeiniges Tier, das einem Pferd \u00e4hneln k\u00f6nnte. \u00a0H.G. Bickert deutet es daher vorzugsweise als das rote Pferd des zweiten Reiters der Apokalypse (Offenbarung 6,4). Da jedoch von dem\u00a0 dazugeh\u00f6rigen Reiter nicht die geringste Andeutung erkennbar ist, geschweige denn in den anderen Medaillons irgendeine Spur von den weiteren \u00a0Reitern der Apokalypse, muss sich diese Deutung allein auf die Pferde\u00e4hnlichkeit dieses Tieres st\u00fctzen. Diese k\u00f6nnte aber auch einer gewissen Unbeholfenheit des Malers oder der weitgehenden Vernichtung der \u00fcbrigen Ausmalung dieses Medaillons oder auch der Restaurierung geschuldet sein. Die Deutung des Tieres als das zweite Pferd der Apokalypse w\u00fcrde zudem eine Reihe von Fragen zur Deutung des Zusammenhangs mit den anderen drei Darstellungen nach sich ziehen, die mehr Zweifel schaffen als beseitigen w\u00fcrden. Sollte es sich dagegen um die Reste der Darstellung eines Stieres handeln, worauf im folgenden noch n\u00e4her eingegangen werden soll, so w\u00fcrde sich die Vermutung aufdr\u00e4ngen, dass\u00a0 es sich bei den Ausmalungen des Hausener Chorgew\u00f6lbes \u00a0um die Attribute der vier Evangelisten handelt(e), n\u00e4mlich den Stier des Lukas im S\u00fcden, den Adler des Johannes im Norden, den Menschen (Engel) des Matth\u00e4us im Osten und den L\u00f6wen des Markus im Westen, eine Vermutung, die \u00fcbrigens auch H.G. Bickert (Spurensuche S. 16) als alternative Deutung in Betracht zieht.<\/p>\n<p>N\u00e4heren Aufschluss \u00fcber die Plausibilit\u00e4t der vorstehenden Vermutung k\u00f6nnte ein Vergleich mit dem hervorragend erhaltenen Bildprogramm im Chor der Kirche zu Ober-Widdersheim bei Nidda geben. \u00a0Der Ort Ober-Widdersheim geh\u00f6rte im fr\u00fchen Mittelalter\u00a0 &#8211; wie Hausen &#8211; zum Besitz des Klosters Fulda und war zudem lange Zeit ein \u00a0Lehen der Grafen von Ziegenhain. Die Baugeschichte seiner Kirche reicht auch &#8211; wie in Hausen &#8211; ins 13. Jahrhundert zur\u00fcck. Ihr Chor wurde Ende des 15. Jahrhunderts, d.h. also auch vor der Reformation, gotisch umgebaut und ausgemalt. Ein ikonographischer Vergleich der Ausmalungen beider Kirchen erscheint daher zul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>Die Ausmalung in Ober-Widdersheim zeigt uns, durch Namensschriftb\u00e4nder eindeutig ausgewiesen, die Attribute der vier Evangelisten. Die Figuren sind allerdings nicht medaillonartig gefasst, sondern f\u00fcllen &#8211; in beachtlicher\u00a0 handwerklich \/ k\u00fcnstlerischer Ausf\u00fchrung &#8211; \u00a0das jeweilige von den Kreuzrippen abgegrenzte Deckenfeld des Viereckchors vollst\u00e4ndig aus. Anders als in Hausen, befinden sich jedoch der L\u00f6we im n\u00f6rdlichen und der Adler im westlichen Deckenfeld, w\u00e4hrend der Mensch (Engel) das s\u00fcdliche und der Stier das \u00f6stliche Feld einnehmen.<\/p>\n<p>Bei allen Unterschieden zu Hausen d\u00fcrfte aber doch das eindeutig identifizierbare Bildprogramm von Ober-Widdersheim den entscheidenden Hinweis f\u00fcr eine schl\u00fcssige Deutung der Hausener Deckenbemalung liefern. Folgt man der Ober-Widdersheimer Ikonographie, so lassen sich die Ausmalungsfragmente im \u00f6stlichen Deckenfeld in Hausen zwanglos als Teile des sich \u00fcber den Knien ver\u00e4ndernden\u00a0 Faltenwurfs des Gewandes der dem Evangelisten Matth\u00e4us zuzuordnenden gefl\u00fcgelten menschlichen Figur deuten. Das rudiment\u00e4re rote Tier im s\u00fcdlichen Deckenfeld w\u00e4re dann kein Pferd, sondern der malerische \u00dcberrest des Stiers des Lukas. Gest\u00fctzt wird diese Deutung dadurch, dass auch der Stier in Ober-Widdersheim in roter Farbe ausgef\u00fchrt ist, ein Beleg daf\u00fcr, dass die rote Farbe nicht zwangsl\u00e4ufig auf eines der apokalyptischen Pferde verweisen muss. Eine weitere Parallelit\u00e4t der Bildprogramme ergibt sich zudem aus dem Bl\u00fcten-Rankenwerk, mit dem die Freifl\u00e4chen zwischen den Symbolen ausgemalt sind, sowie daraus, dass alle vier Darstellungen in Hausen wie ihre Pendants in Ober-Widdersheim mit gut erkennbaren, wenn auch nicht mehr beschriebenen, Schriftb\u00e4ndern versehen sind. In ihnen werden sich urspr\u00fcnglich ebenfalls die Namen der vier Evangelisten befunden haben.<\/p>\n<p>Ob der Hausener Maler sich dar\u00fcber hinaus noch intensiver mit den biblischen Text-Urspr\u00fcngen und der theologischen Bedeutung der den Evangelisten zugeordneten Symbole auseinandergesetzt hat, als der Urheber der Darstellungen in Ober-Widdersheim, mag der Betrachter anhand der einschl\u00e4gigen Bibeltexte (Hesekiel 1, 10 ff; Offenbarung 4, 5 ff.) selbst entscheiden. Sowohl die Rundfassung (Radform?) der Symbole, als auch die zahlreichen Punkte (Augen?) sowie der Flammenkranz um das Antlitz im Zentrum der vier Symbole lassen gedanklichen Spielraum in dieser Richtung. Geht man jedoch davon aus, dass der Schlussstein des Chorgew\u00f6lbes im Zentrum dieser Bemalung das Antlitz Christi zeigt, so sind die Flammen als der Strahlenkranz einer Sonne zu deuten. Weniger wahrscheinlich ist eine Deutung des Strahlenkranzes als Hinweis auf die Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes zu Pfingsten (Apostelgeschichte 2, 1 ff), da dann der Schlussstein wohl eher eine den Heiligen Geist symbolisierende Taube dargestellt h\u00e4tte.<\/p>\n<p><b><span style=\"text-decoration: underline;\">Glocken<\/span><\/b><\/p>\n<p>Eine Beschreibung der Hausener Kirche w\u00e4re unvollst\u00e4ndig ohne einen Hinweis auf ihre beiden Glocken. Sie stammen vermutlich sp\u00e4testens aus dem 14. Jahrhundert und z\u00e4hlen damit zu den \u00e4ltesten Ausstattungsst\u00fccken der Kirche. \u00a0Die gr\u00f6\u00dfere Glocke ist mit einer lateinischen Inschrift AMMA O REX GLORIE VENI CUM PACE (frei \u00fcbersetzt: Gegr\u00fc\u00dfest seist Du Maria, erhabene (Gottes)mutter. O Ruhmesk\u00f6nig komme mit Frieden) und verschiedenen kleineren Reliefs geschm\u00fcckt, die noch ihrer endg\u00fcltigen Deutung harren. Die kleinere der beiden Glocken ist schmucklos.<\/p>\n<p>Seit vielen Jahrhunderten rufen beide Glocken die Gl\u00e4ubigen zu freudigen und traurigen Ereignissen, zu Andacht und Gebet, zu stiller Einkehr, zu den christlichen Feiertagen und zur sonnt\u00e4glichen Verk\u00fcndigung von Gottes Wort. Sie erinnern uns daran, dass die Hausener Kirche bei allem \u00e4u\u00dferen geschichtlichen und kulturhistorischen Reiz das religi\u00f6se Zentrum des Ortes und ein Gotteshaus ist und fordern jeden einzelnen von uns auf, dazu beizutragen, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.<\/p>\n<p>4 .4.2010, H. Frhr. Schenck z.S.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/?page_id=61\">Zur\u00fcck zum Rundgang durch Hausen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Hausener Kirche ist \u2013 neben dem Schloss \u2013 sicherlich das geschichtlich, kulturgeschichtlich und architektonisch bedeutendste Geb\u00e4ude des Ortes. 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