{"id":20544,"date":"2023-02-28T14:16:06","date_gmt":"2023-02-28T13:16:06","guid":{"rendered":"http:\/\/hausen-aulatal.de\/?p=20544"},"modified":"2023-03-06T10:39:22","modified_gmt":"2023-03-06T09:39:22","slug":"50-jahre-notrufsystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hausen-aulatal.de\/?p=20544","title":{"rendered":"50 Jahre Notrufsystem"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-20582\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023.png\" alt=\"\" width=\"775\" height=\"1750\" srcset=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023.png 775w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023-133x300.png 133w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023-453x1024.png 453w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023-768x1734.png 768w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/50-Jahre-Notrufsystem-SEK28-02-2023-680x1536.png 680w\" sizes=\"(max-width: 775px) 100vw, 775px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Logo-nh24.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-6261\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Logo-nh24.png\" alt=\"\" width=\"299\" height=\"97\"\/><\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">28. Februar 2023<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-20542\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24.png\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"720\" srcset=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24.png 1100w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24-300x196.png 300w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24-1024x670.png 1024w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-1-2023-02-28nh24-768x503.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/a><\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">Landrat Winfried Becker, Moritz Genau (aktuell j\u00fcngster Mitarbeiter der Leitstelle) und Karl Wagner (ehemaliger Leitstellenleiter) \u00a9Foto: Julian Klagholz \/ nh<\/h6>\n<h3><strong>Vier ehemalige Mitarbeiter erinnern sich an die Anfangszeit der Einsatzleitstelle im Schwalm-Eder-Kreis<\/strong><\/h3>\n<p><strong>HOMBERG\/EFZE.<\/strong> \u201eDie Leitstelle, das war damals meine Frau\u201c, erz\u00e4hlt Karl-Wilhelm Beyer und blickt in nickende Gesichter. Beyer ist einer, der schon dabei war, lange bevor es die zentrale Einsatzleitstelle des Schwalm-Eder-Kreises in Homberg\/Efze gab.<\/p>\n<p>Die Gesichter, in die er blickt, w\u00e4hrend er seine Erinnerungen aus alten Zeiten teilt, geh\u00f6ren zu einstigen Mitstreitern aus dem Rettungsdienst und der Leitstelle. Mit am Tisch sitzen Dietmar Ehrhardt, Karl-Heinz Klinger und Karl Wagner, der sp\u00e4ter sogar erster Leitstellenleiter werden sollte. Sie alle haben hautnah miterlebt, wie es war, als es noch kein einheitliches Notrufsystem gab und die heute g\u00e4ngige Nummer 112 noch niemand kannte.<\/p>\n<p>Erst vor wenigen Tagen, am 11. Februar, wurde mit dem \u201eEurop\u00e4ischen Tag des Notrufs\u201c wieder l\u00e4nder\u00fcbergreifend darauf aufmerksam gemacht, dass seit gut 30 Jahren unter der 112 europaweit ein Notruf abgesetzt werden kann. Anfang der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war daran noch nicht zu denken. \u201eDa hat man noch zu Hause angerufen. Eine einheitliche Nummer gab es nicht, sondern jeder Altkreis hatte eine andere. Der Notruf ist immer auf den Hausanschluss der Person umgestellt worden, die Dienst hatte. Dann ist man vom eigenen Haus los an den Einsatzort gefahren. Anfangs noch ganz allein, sp\u00e4ter dann immerhin zu zweit\u201c, erz\u00e4hlt Karl Wagner.<\/p>\n<p>Das Rettungsfahrzeug glich zu dieser Zeit eher einem Transportfahrzeug. \u201eWir hatten kleinere Hilfsmittel an Bord, wie etwa Sauerstoff oder auch Nadel und Faden sowie Verbandszeug. Mit einem heutigen Rettungswagen hatte das aber nichts gemein. Durch einen Spiegel, der hinten im Fahrzeuginneren auf die verletzte Person gerichtet war, konnten wir zumindest Blickkontakt halten\u201c, erinnert sich Dietmar Erhardt.<\/p>\n<p>Die Patienten habe man in das n\u00e4chstgelegene Krankenhaus gebracht, wo dann erst die \u00e4rztliche Versorgung stattgefunden habe. \u201eAls die Fahrzeuge sp\u00e4ter dann in Wachen stationiert waren, haben wir den jeweiligen Arzt vor dem Krankenhaus eingesammelt und sind dann zum Einsatzort gefahren\u201c, wei\u00df Karl-Wilhelm Beyer zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Genau 50 Jahre ist es in diesem Jahr her, dass schlie\u00dflich bundesweit das sogenannte Notrufsystem 73 eingef\u00fchrt wurde und damit bundeseinheitlich die 112 und 110 im Notfall ohne Vorwahl und vor allem kostenfrei angerufen werden konnte. Bis alle Notrufe jedoch geb\u00fcndelt bei einer zentralen Leitstelle, im nach der Gebietsreform 1974 neu entstandenen Schwalm-Eder-Kreis eingehen sollten, dauerte es noch einige Jahre.<\/p>\n<p>Der damalige Landrat August Franke schloss im Jahr 1980 mit dem DRK-Kreisverband einen Vertrag \u00fcber den Betrieb einer Leitstelle f\u00fcr den Schwalm-Eder-Kreis im DRK-Haus Ziegenhain. Es war die erste Leitstelle mit Tag- und Nachtbesetzung, die nicht nur f\u00fcr den Rettungsdienst, sondern auch f\u00fcr die Feuerwehren zust\u00e4ndig war. Auch automatische Brandmeldeanlagen wurden hierher aufgeschaltet.<\/p>\n<p>Bis zum Umzug der Leitstelle nach Homberg\/Efze sollte es jedoch noch rund zw\u00f6lf Jahre dauern. Mit der Kommunalisierung der Leitstellen und der Zust\u00e4ndigkeit des Gesundheitsamtes erfolgte am 3. Februar 1992 der Umzug in den Feuerwehrst\u00fctzpunkt der Kreisstadt. Sieben Besch\u00e4ftigte des DRK wurden vom Kreis \u00fcbernommen, zwei davon arbeiten heute noch in der Leitstelle.<\/p>\n<p>Bis Ende der 90er-Jahre lief die Koordination der Rettungswachen und Einsatzfahrzeuge ausschlie\u00dflich analog ab. \u201eWir hatten gro\u00dfe Listen, in denen wir alles dokumentiert haben. Die technischen Hilfsmittel waren zu dieser Zeit noch sehr limitiert. Wir haben bei der Koordination der Rettungswagen viel aus dem Kopf gearbeitet, weil wir wussten, wer unterwegs war und wer nicht. Das hat damals immer einwandfrei funktioniert\u201c, so Karl Wagner.<\/p>\n<p>Im Jahr 2000 wurde die Leitstelle dann aus dem Gesundheitsamt ausgegliedert und dem neu gebildeten Fachbereich 37 \u2013 Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen \u2013 zugeordnet. Mit dem Umzug des Fachbereichs in das Beh\u00f6rdenzentrum in Homberg, zog im Juni 2002 auch die Leitstelle dorthin. Mit dem Umzug schritt auch der technische Fortschritt stetig voran. \u201eAnfangs hatten wir die Computer nur zur reinen Dokumentation. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken. Wir arbeiten \u00fcber Stichworte mit georeferenzierter Alarmierung\u201c, erkl\u00e4rt Peter Hoos, der 2004 die Leitstellenleitung von Karl Wagner \u00fcbernommen hat und bis heut innehat.<\/p>\n<p>Trotz aller technischer Hilfsmittel sei der Faktor Mensch bei der Entgegennahme eines Notrufs noch immer der wichtigste. \u201eMan darf nie vergessen, dass sich die Menschen am anderen Ende der Leitung in einer Notsituation befinden. Um die Situation etwas zu beruhigen und wichtige Informationen zu bekommen hat es auch mal geholfen auf Platt zu schwatzen. Das hat oft beruhigt\u201c, erz\u00e4hlt Karl-Heinz Klinger.<\/p>\n<p>Waren es 1992, beim \u00dcbergang der Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Leitstelle auf den Schwalm-Eder-Kreis, noch sieben Besch\u00e4ftigte, arbeiten heute 15 Besch\u00e4ftigte in der Leitstelle. Auch die Zahl der Eins\u00e4tze hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt: 19.870 Eins\u00e4tze mussten 1992 koordiniert werden, im vergangenen Jahr waren 50.851. <em>(wal<\/em>)<\/p>\n<p><strong>Zahlen, Daten, Fakten:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>1992 (Zust\u00e4ndigkeit Kreis): 19.870 Eins\u00e4tze \/ 7 Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/li>\n<li>Im Detail: 12.801 Krankentransporte, 6.127 Notfalleins\u00e4tze, 942 Feuerwehreins\u00e4tze<\/li>\n<li><strong>2002 (Umzug in das Beh\u00f6rdenzentrum): 28.308 Eins\u00e4tze \/ 10 Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/li>\n<li>Im Detail: 12.327 Krankentransporte, 11.202 Notfalleins\u00e4tze, 3.566 Notarzteins\u00e4tze, 1.213 Feuerwehreins\u00e4tze<\/li>\n<li><strong>2019 (Inbetriebnahme aktuelle Leitstelle): 41.769 Eins\u00e4tze \/ 14 Besch\u00e4ftigte <\/strong><\/li>\n<li>Im Detail: 11.893 Krankentransporte, 21.906 Notfalleins\u00e4tze, 6.592 Notarzteins\u00e4tze,1.378 Feuerwehreins\u00e4tze<\/li>\n<li><strong>2022: 50.851 Eins\u00e4tze \/ 15 Besch\u00e4ftigte<\/strong><\/li>\n<li>Im Detail: 12.406 Krankentransporte, 29.262 Notfalleins\u00e4tze, 7.562 Notarzteins\u00e4tze,1.621 Feuerwehreins\u00e4tze<em> (wal)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-20543\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24.png\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"753\" srcset=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24.png 1200w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24-300x188.png 300w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24-1024x643.png 1024w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/112-LST-HR-2-2023-02-28nh24-768x482.png 768w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/a><\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">(v. li.) Dietmar Ehrhardt (ehem. Mitarbeiter Leitstelle), Uwe Wunsch (stellv. Fachbereichsleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen), Karl-Wilhelm Beyer (ehem. Mitarbeiter Leitstelle), Karl Wagner (ehem. Leitstellenleiter), Moritz Genau (aktuell j\u00fcngster Mitarbeiter Leitstelle), Karl-Heinz Klinger (ehem. Mitarbeiter Leitstelle), Peter Hoos (aktueller Leitstellenleiter), Landrat Winfried Becker und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar (Foto:&nbsp;\u00a9 Julian Klagholz \/ nh<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28. 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