{"id":29885,"date":"2026-06-27T17:02:34","date_gmt":"2026-06-27T15:02:34","guid":{"rendered":"https:\/\/hausen-aulatal.de\/?p=29885"},"modified":"2026-06-27T17:04:41","modified_gmt":"2026-06-27T15:04:41","slug":"die-kleine-buehne-hausen-sagt-adieu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hausen-aulatal.de\/?p=29885","title":{"rendered":"Die \u201eKleine B\u00fchne Hausen\u201c sagt Adieu"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\"><strong>Der letzte Vorhang f\u00e4llt<\/strong><\/h1>\n<p>Ein emotionaler R\u00fcckblick auf Jahrzehnte voller Lachen, Lampenfieber und Leidenschaft<\/p>\n<p>Es ist eine Nachricht, die vielen von uns das Herz schwer macht: Die \u201eKleine B\u00fchne Hausen\u201c hat sich aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Keine Theaterauff\u00fchrungen mehr im Karl-Dippoldsmann-Haus.<br \/>\nKeine Weihnachtsgeschichten mehr in Schencks Scheune, der ehemaligen \u201eKlingers-Scheune\u201c.<\/p>\n<p>Ganz verschwinden wird das Theaterspielen in Hausen jedoch nicht. Beim Dorfabend zur Kirmes, bei Seniorennachmittagen, gr\u00f6\u00dferen Feierlichkeiten oder anderen Anl\u00e4ssen werden wir sicherlich den einen oder anderen Theaterspieler wiedersehen.<\/p>\n<p>Und wie oft lobten die \u201eHiisner-Liit\u201c ihre Laienspieler nach einer gelungenen Auff\u00fchrung:<\/p>\n<p><strong>\u201eEs wor werre schee!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Doch die Jahre sind nicht spurlos an den Aktiven vorbeigegangen. Die Gesundheit geht vor, und der dringend ben\u00f6tigte Nachwuchs bleibt aus. Bevor der Vorhang jedoch endg\u00fcltig f\u00e4llt, wollen wir gemeinsam auf eine fantastische Reise zur\u00fcckblicken \u2013 eine Reise, die zeigt, wie viel Herzblut, Engagement und Gemeinschaftsgeist in dieser Theatergruppe steckten.<\/p>\n<p><strong>Wie alles begann: Vom \u201eHunderter im Hut\u201c zum Publikumsliebling<\/strong><\/p>\n<p>Theater wurde in Hausen eigentlich schon immer gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg weckte Lehrer Bischoff die Leidenschaft f\u00fcr die B\u00fchne bei vielen Schulkindern.<\/p>\n<p>Der eigentliche Startschuss f\u00fcr die heutige \u00c4ra fiel jedoch im Jahr 1987 anl\u00e4sslich des 25-j\u00e4hrigen Bestehens unseres Dorfgemeinschaftshauses.<\/p>\n<p>Damals, noch als junge Burschenschaftler unterwegs, lie\u00dfen sich einige Begeisterte von den Geschichten fr\u00fcherer Theaterauff\u00fchrungen anstecken. Unter der fachkundigen Beratung des Theaterkenners Heinrich Sch\u00e4fer wurde das erste St\u00fcck ausgew\u00e4hlt: der Schwank \u201eDer Hunderter im Hut\u201c.<\/p>\n<p>Auch ein Name f\u00fcr die neue Truppe war schnell gefunden: \u201eKleine B\u00fchne Hausen\u201c.<\/p>\n<p>Zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der ersten Stunde geh\u00f6rten:<\/p>\n<ul>\n<li>Ingrid Schmidt<\/li>\n<li>Conny Battenberg (geb. Asshauer)<\/li>\n<li>Silke Hahl (geb. Battenberg)<\/li>\n<li>J\u00f6rg Albert<\/li>\n<li>Ralf Sch\u00e4fer<\/li>\n<li>Heike Witzel (geb. Schneider)<\/li>\n<li>Sandra Di Liberto-Stengler (geb. Fehrmann)<\/li>\n<li>Heike Heinisch (geb. Corpataux)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Erfolg war \u00fcberw\u00e4ltigend. Bereits 1988 folgten zwei Einakter, und 1989 wagte man sich an \u201eDer Coup im Warenhaus\u201c \u2013 ein St\u00fcck, das sogar die Turnhalle in Oberaula bei der Weihnachtsfeier der TSG zum Beben brachte.<\/p>\n<p><strong>Babypause und das gro\u00dfe Comeback<\/strong><\/p>\n<p>Danach wurde es still auf der B\u00fchne. Zehn Jahre lang standen Kindererziehung, Hausbau und Familiengr\u00fcndung im Mittelpunkt des Lebens.<\/p>\n<p>Doch im Jahr 1999 klopfte der damalige Ortsvorsteher Karl-Heinz Klinger bei Heike Heinisch an und sagte:<br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen das Theaterspielen wieder aufleben lassen!\u201c<\/p>\n<p><strong>Gesagt, getan.<\/strong><\/p>\n<p>Per Anzeige im Aulaboten wurden Mitstreiter gesucht. Alte Gesichter kehrten zur\u00fcck, neue kamen hinzu \u2013 und pl\u00f6tzlich wurde alles ein wenig professioneller:<\/p>\n<ul>\n<li>Harte Arbeit: F\u00fcr jedes St\u00fcck wurden drei bis vier Monate lang Texte gelernt und im DGH geprobt.<\/li>\n<li>Investitionen in die Kunst: Von den Eintrittsgeldern wurden Vorh\u00e4nge, Scheinwerfer, Mikrofone und Kulissen angeschafft.<\/li>\n<li>Echte Handarbeit: Franz Huss baute die versprochene B\u00fchne, finanziert durch den Ortsbeirat aus dem Preisgeld des Wettbewerbs \u201eUnser Dorf soll sch\u00f6ner werden\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus den kleinen Anf\u00e4ngen entwickelte sich eine feste Gr\u00f6\u00dfe im Dorfleben \u2013 mit Bewirtung, ausverkauftem Haus und treuem Publikum.<\/p>\n<p><strong>Mehr als nur Theater: Ein Herz f\u00fcr die Gemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p>Zuletzt z\u00e4hlte die Theatergruppe als Sparte des Hausener Vereins f\u00fcr Heimat und Brauchtum e. V. stolze 30 Mitglieder. Ihr Motto lautete stets:<\/p>\n<p><strong>\u201eSpa\u00df am Spielen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Doch die Theaterleute gl\u00e4nzten nicht nur im Scheinwerferlicht. Sie pr\u00e4gten das Dorfleben \u00fcber viele Jahre entscheidend mit:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie bereicherten zahlreiche Dorfveranstaltungen mit Sketchen und Theaterbeitr\u00e4gen.<\/li>\n<li>Sie packten beim j\u00e4hrlichen Kartoffelfest tatkr\u00e4ftig mit an.<\/li>\n<li>Sie unterst\u00fctzten die Burschenschaft engagiert bei der Gestaltung des Kirmesprogramms.<\/li>\n<li>Sie standen immer dann bereit, wenn im Dorf helfende H\u00e4nde gebraucht wurden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Danke f\u00fcr unvergessliche Stunden!<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn der Ruf \u201eVorhang auf!\u201c nun nicht mehr durch das Dorfgemeinschaftshaus schallen wird \u2013 bleiben werden die Erinnerungen.<\/p>\n<p>Erinnerungen an Tr\u00e4nen vor Lachen, an Lampenfieber hinter den Kulissen, an gro\u00dfartige Gemeinschaft und an ein St\u00fcck lebendige Hausener Dorfgeschichte.<\/p>\n<p>Ortsvorsteher J\u00f6rg Albert sagt deshalb von Herzen Danke an alle Spielerinnen und Spieler, Helferinnen und Helfer sowie Unterst\u00fctzer der Kleinen B\u00fchne Hausen f\u00fcr die vielen wundersch\u00f6nen Jahre.<\/p>\n<p>\u201eIhr habt Generationen von Hausenern zum Lachen gebracht, Menschen zusammengef\u00fchrt und unserem Dorf unz\u00e4hlige sch\u00f6ne Stunden geschenkt. Daf\u00fcr geb\u00fchrt euch gro\u00dfer Respekt und aufrichtiger Dank. Ihr werdet uns fehlen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-11963\" src=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater-864x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"853\" srcset=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater-864x1024.jpg 864w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater-253x300.jpg 253w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater-768x910.jpg 768w, https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/HZ_15122014Theater.jpg 1084w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/hausen-aulatal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Theater20171201.jpg\"><img loading=\"lazy\" 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