Autor: Karl-Heinz Klinger

Vorbildliches Engagement trotz sinkender Spenderzahlen

(v.l.n.re.) Helga Peter, Bereitschaftsleiterin, die Geehrten Jens Becker, Walter Berg und Ewald Peter, Marika Brandt Referentin des Blutspendedienst, Franz Lutz 1, Vorsitzender der DRK-OV Oberaula

Oberaula. Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben sich am Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes am 24. Juni in Oberaula insgesamt 86 Frauen und Männer beteiligt. Darunter waren auch fünf Erstspender. Das DRK sieht die fünf Erstspender als erfreuliches Zeichen – gleichzeitig bleibt die rückläufige Spendenbereitschaft eine große Herausforderung.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Ehrung langjähriger Blutspender. Walter Berg aus Wahlshausen leistete seine 150. Blutspende – ein außergewöhnliches Jubiläum. Walter Berg ist der erste Blutspender, der in Oberaula für seine 150. Blutspende geehrt werden konnte. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jens Becker aus Oberaula für seine 125. Blutspende, Bernd Weinreich aus Neukirchen für seine 110. Blutspende sowie Ewald Peter aus Friedigerode für seine 100. Blutspende. 4

Weitere Ehrungen erhielten Ilona George für ihre 60., Leon Diebel für seine 25. Spende, Christian Albert für seine 20. sowie Volker Bätz und Jens Bernhardt für ihre jeweils 10. Blutspende.

Walter Berg berichtete bei seiner Ehrung, dass ihm die ersten Blutspenden nicht leichtgefallen seien. „Nach den ersten drei Spenden hatte ich immer Kreislaufprobleme. Aufgeben kam für mich dennoch nicht infrage“, erzählte Walter Berg. Heute zählt er zu den engagiertesten Blutspendern der Region. Da inzwischen keine starre Altersgrenze für gesunde Spender mehr besteht, möchte er auch künftig regelmäßig Blut spenden.

Nach der Blutspende konnten sich die Teilnehmer bei frisch gegrillten Steaks und gut gekühlter Wassermelone stärken. Als zusätzliche Anerkennung erhielt jeder Spender einen Gutschein für eine Kiste Mineralwasser, der in einem benachbarten Getränkemarkt innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden kann.

Marika Brandt, die Referentin des Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen, bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Angesichts des anhaltenden Rückgangs der Blutspenden hofft sie, dass sich künftig wieder mehr Menschen für dieses lebensrettende Engagement entscheiden.

Der letzte Vorhang fällt

Ein emotionaler Rückblick auf Jahrzehnte voller Lachen, Lampenfieber und Leidenschaft

Es ist eine Nachricht, die vielen von uns das Herz schwer macht: Die „Kleine Bühne Hausen“ hat sich aufgelöst.

Keine Theateraufführungen mehr im Karl-Dippoldsmann-Haus.
Keine Weihnachtsgeschichten mehr in Schencks Scheune, der ehemaligen „Klingers-Scheune“.

Ganz verschwinden wird das Theaterspielen in Hausen jedoch nicht. Beim Dorfabend zur Kirmes, bei Seniorennachmittagen, größeren Feierlichkeiten oder anderen Anlässen werden wir sicherlich den einen oder anderen Theaterspieler wiedersehen.

Und wie oft lobten die „Hiisner-Liit“ ihre Laienspieler nach einer gelungenen Aufführung:

„Es wor werre schee!“

Doch die Jahre sind nicht spurlos an den Aktiven vorbeigegangen. Die Gesundheit geht vor, und der dringend benötigte Nachwuchs bleibt aus. Bevor der Vorhang jedoch endgültig fällt, wollen wir gemeinsam auf eine fantastische Reise zurückblicken – eine Reise, die zeigt, wie viel Herzblut, Engagement und Gemeinschaftsgeist in dieser Theatergruppe steckten.

Wie alles begann: Vom „Hunderter im Hut“ zum Publikumsliebling

Theater wurde in Hausen eigentlich schon immer gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg weckte Lehrer Bischoff die Leidenschaft für die Bühne bei vielen Schulkindern.

Der eigentliche Startschuss für die heutige Ära fiel jedoch im Jahr 1987 anlässlich des 25-jährigen Bestehens unseres Dorfgemeinschaftshauses.

Damals, noch als junge Burschenschaftler unterwegs, ließen sich einige Begeisterte von den Geschichten früherer Theateraufführungen anstecken. Unter der fachkundigen Beratung des Theaterkenners Heinrich Schäfer wurde das erste Stück ausgewählt: der Schwank „Der Hunderter im Hut“.

Auch ein Name für die neue Truppe war schnell gefunden: „Kleine Bühne Hausen“.

Zu den Gründungsmitgliedern der ersten Stunde gehörten:

  • Ingrid Schmidt
  • Conny Battenberg (geb. Asshauer)
  • Silke Hahl (geb. Battenberg)
  • Jörg Albert
  • Ralf Schäfer
  • Heike Witzel (geb. Schneider)
  • Sandra Di Liberto-Stengler (geb. Fehrmann)
  • Heike Heinisch (geb. Corpataux)

Der Erfolg war überwältigend. Bereits 1988 folgten zwei Einakter, und 1989 wagte man sich an „Der Coup im Warenhaus“ – ein Stück, das sogar die Turnhalle in Oberaula bei der Weihnachtsfeier der TSG zum Beben brachte.

Babypause und das große Comeback

Danach wurde es still auf der Bühne. Zehn Jahre lang standen Kindererziehung, Hausbau und Familiengründung im Mittelpunkt des Lebens.

Doch im Jahr 1999 klopfte der damalige Ortsvorsteher Karl-Heinz Klinger bei Heike Heinisch an und sagte:
„Wir müssen das Theaterspielen wieder aufleben lassen!“

Gesagt, getan.

Per Anzeige im Aulaboten wurden Mitstreiter gesucht. Alte Gesichter kehrten zurück, neue kamen hinzu – und plötzlich wurde alles ein wenig professioneller:

  • Harte Arbeit: Für jedes Stück wurden drei bis vier Monate lang Texte gelernt und im DGH geprobt.
  • Investitionen in die Kunst: Von den Eintrittsgeldern wurden Vorhänge, Scheinwerfer, Mikrofone und Kulissen angeschafft.
  • Echte Handarbeit: Franz Huss baute die versprochene Bühne, finanziert durch den Ortsbeirat aus dem Preisgeld des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“.

Aus den kleinen Anfängen entwickelte sich eine feste Größe im Dorfleben – mit Bewirtung, ausverkauftem Haus und treuem Publikum.

Mehr als nur Theater: Ein Herz für die Gemeinschaft

Zuletzt zählte die Theatergruppe als Sparte des Hausener Vereins für Heimat und Brauchtum e. V. stolze 30 Mitglieder. Ihr Motto lautete stets:

„Spaß am Spielen.“

Doch die Theaterleute glänzten nicht nur im Scheinwerferlicht. Sie prägten das Dorfleben über viele Jahre entscheidend mit:

  • Sie bereicherten zahlreiche Dorfveranstaltungen mit Sketchen und Theaterbeiträgen.
  • Sie packten beim jährlichen Kartoffelfest tatkräftig mit an.
  • Sie unterstützten die Burschenschaft engagiert bei der Gestaltung des Kirmesprogramms.
  • Sie standen immer dann bereit, wenn im Dorf helfende Hände gebraucht wurden.

Danke für unvergessliche Stunden!

Auch wenn der Ruf „Vorhang auf!“ nun nicht mehr durch das Dorfgemeinschaftshaus schallen wird – bleiben werden die Erinnerungen.

Erinnerungen an Tränen vor Lachen, an Lampenfieber hinter den Kulissen, an großartige Gemeinschaft und an ein Stück lebendige Hausener Dorfgeschichte.

Ortsvorsteher Jörg Albert sagt deshalb von Herzen Danke an alle Spielerinnen und Spieler, Helferinnen und Helfer sowie Unterstützer der Kleinen Bühne Hausen für die vielen wunderschönen Jahre.

„Ihr habt Generationen von Hausenern zum Lachen gebracht, Menschen zusammengeführt und unserem Dorf unzählige schöne Stunden geschenkt. Dafür gebührt euch großer Respekt und aufrichtiger Dank. Ihr werdet uns fehlen“.

 

E N D E

Am Tretbecken in Oberaula wurde ein Befall mit dem Eichenprozessionsspinner festgestellt.

Aus Sicherheitsgründen bleibt das Tretbecken und auch der Wasserspielplatz über das gesamte Wochenende gesperrt. Bitte betreten Sie den Bereich nicht, da die feinen Brennhaare der Raupen gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen verursachen können.

Die fachgerechte Absaugung der Nester ist voraussichtlich für Montag vorgesehen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Schlaglochpiste“ wird abgefräst und asphaltiert

Seit Jahren befindet sich der vordere Teil der Landesstraße 3157 im Bereich der Bahnhofstraße in Oberaula in einem desolaten Zustand. Ab der Abzweigung von der B454 bis zur Bäckerei Gronowski reiht sich Schlagloch an Schlagloch.

Die Straßenmeisterei Schwalmstadt wird jetzt, aufgrund kurzfristig verfügbarer Material- und Firmenkapazitäten, die Möglichkeit nutzen und den besonders von Fahrbahnschäden betroffenen Bereich abfräsen und mit einer neuen Trag- und Deckschicht asphaltieren lassen.

Die Maßnahme soll ab Mittwoch, 01.07.2026, durchgeführt werden und bis zum Beginn des Oberaulaer Marktfestes am 04.07.2026 fertiggestellt sein.

Ggf. werden am Montag, 06.07.2026, noch Restarbeiten durchgeführt.

Daher muss die Bahnhofstraße in Oberaula vom 1. bis voraussichtlich 4. bzw. 6. Juli 2026 zwischen der B454 und der Bäckerei Gronowski voll gesperrt werden.

In diesem Zeitraum wird auch die Einmündung vom Oberen/Unteren Kirchweg in die Bahnhofstraße gesperrt sein.

Die Gemeinde Oberaula und HessenMobil bitten um Verständnis für die mit der Straßensperrung einhergehenden Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer.

Hersfelder Zeitung

„Gold Miners“ spielen im Stern in Oberaula

Die „Oldschool-Beatband“ präsentiert musikalische Goldstücke von den Swinging Sixties bis heute. Mehrstimmiger Gesang, ausgewählte Songs abseits der Charts und eine fein abgestimmte Instrumentierung prägen das Programm.

Vor dem Konzert serviert das Stern-Team ein Chili con Carne, alternativ Chili sin Carne. Karten sind ausschließlich im Vorverkauf im Parkhotel zum Stern in Oberaula sowie in der Brillenschmiede in Bad Hersfeld erhältlich.