Autor: Karl-Heinz Klinger
Federschaukel erregt die Gemüter
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Ortsbeirat von Oberaula soll über den Standort entscheiden
Der CDU-Antrag klingt einfach: Die Gemeindevertretung Oberaula beschließt, das Spielgerät Federschaukel am Marktplatz unter der Linde zu versetzen. Möglicher Standort auf der Freifläche an der WC-Anlage beziehungsweise am Lindenbaum oder auf einem anderen Spielplatz in der Gemeinde. Hintergrund des Antrags: Der Betreiber des Imbissbetriebs „Grill Royal“ hat vor seinem Ladengeschäft Sitzmöglichkeiten und Tische aufgestellt. Dadurch entsteht der Eindruck, das Spielgerät sei nur für Gäste des Lokals und nicht mehr für die Allgemeinheit nutzbar. Deshalb sollte es an einen anderen Ort versetzt werden.
Dem wollte die SPD-Fraktion so nicht folgen. Er sei schon erstaunt, dass über den Kopf des Ortsbeirats darüber entschieden werden soll, so Hans-Joachim Schneider. Zuständig sei der Ortsbeirat von Oberaula und der sollte auch darüber entscheiden, nicht aber die Gemeindevertretung. Er forderte die Unions-Fraktion auf, den Antrag zurückzunehmen und an den Ortsbeirat zu leiten. Darüber hinaus sei es bislang zu keinen Beschwerden über die Nutzung der kleinen Schaukel gekommen. Schneiders Vorschlag: Die Schaukel bleibt, wo sie ist. Und das spare auch noch Geld.
Das wollte nun die CDU nicht und ergänzte den Antrag, den Ortsbeirat in die Entscheidung einzubinden. Der Gegenantrag der SPD: Der Ortsbeirat soll entscheiden, dann die Gemeindevertretung, zusätzlich sollten die Kosten für die Umsetzung berechnet werden.
Es folgte eine Sitzungsunterbrechung. Nach kurzer Beratung der Beschluss: Der Ortsbeirat soll abschließend über den Standort der Federschaukel beraten. Die Entscheidung fiel einstimmig. (RAS)
Geld aus dem Sondervermögen für Kita
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Die Mandatsträger beschlossen in ihrer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Friedigerode einstimmig bei drei Enthaltungen, das Geld auf Vorschlag von Bürgermeister Klaus Wagner vollständig für die Erweiterung der Kita „Sonnenschein“ und den Waldkindergarten „Aulataler Waldfüchse“ einzusetzen.
Hessische Kommunen erhalten insgesamt 4,7 Milliarden Euro aus dem Bundessondervermögen. Drei Milliarden werden in der ersten, 1,7 Milliarden in der zweiten Tranche verteilt. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Verkehr, Bildung, Digitalisierung, Gesundheit und Bevölkerungsschutz.
Wagner begründete seinen Vorschlag damit, dass für einen Teil der Investition keine zusätzlichen Kredite nötig seien und der Haushalt entlastet werde. Ein Kredit in gleicher Höhe würde die Gemeinde über 20 Jahre insgesamt 1,66 Millionen Euro kosten und den Haushalt jährlich mit etwa 84.000 Euro belasten. Die Kommunen können selbst entscheiden, für welche Projekte sie die Mittel verwenden. Ziel des Programms ist es, die öffentliche Infrastruktur zu verbessern, das Wirtschaftswachstum zu stärken und Investitionsrückstände abzubauen
🎉 Einladung zur Kirmes 2026 in Hausen 🎡
🎪 KIRMES IN HAUSEN 🎪
16. – 19. Juli 2026
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60 Jahre Zeltkirmes
Hallo, liebe Hausener!
Es ist wieder so weit – die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür!
Vier Tage voller Tradition, guter Musik, geselliger Stunden und jeder Menge Spaß warten auf euch. Ob jung oder alt – bei unserem abwechslungsreichen Programm ist für jeden etwas dabei.
📅 Donnerstag | 16. Juli
Dorfabend
Wir starten traditionell mit unserem Dorfabend.
Der Dorfabend lebt von euren Ideen – seid kreativ! Ob Sketch, Tanz, Musik, Quiz oder etwas ganz anderes: Wir freuen uns über viele originelle Beiträge, die zu einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend beitragen.
Ihr möchtet mitmachen?
Dann meldet euch gerne beim Kirmesvater unter 01514 0123330.
🎶 Freitag | 17. Juli
80er-, 90er- & 2000er-Party
Feiert mit uns bis in die frühen Morgenstunden!
Unsere legendäre Party mit den größten Hits aus drei Jahrzehnten bringt garantiert Jung und Alt auf die Tanzfläche.
🎵 Mitsingen, mittanzen und gemeinsam feiern!
🍻 Samstag | 18. Juli
09:00 Uhr
🎺 Traditionelles Ständchenspielen in Hausen
Abends
🍺 Großes Burschenschaftstreffen
🎸 Livemusik mit Rockabama
Beste Stimmung ist garantiert!
⛪ Sonntag | 19. Juli
10:00 Uhr
✝️ Gottesdienst im Kirmeszelt mit dem Posaunenchor
🇩🇪 Anschließend Gang zum Ehrenmal mit Kranzniederlegung und musikalischer Begleitung durch den Posaunenchor Oberaula
Ab 11:30 Uhr
🍻 Traditioneller Frühschoppen mit:
🎶 Live-Musik der Schwälmer Jungs
🏡 Einbürgerung unserer Neubürger
🍺 Aufnahme in den Männerbund inklusive „Ehetauglichkeitstest“
(Wir sagen nur: Mut wird belohnt! 😉)
☕ Kaffee & Kuchen
🏁 15:00 Uhr
Das legendäre Bretterrennen
⚽ Zum Abschluss der Kirmes:
Gemeinsames Public Viewing des WM-Finales im Festzelt!
🎉 Seid dabei!
Kommt vorbei, feiert mit uns, lacht, tanzt und singt – und zeigt gemeinsam, warum Hausen feiern kann wie kein anderer!
Für das leibliche Wohl ist an allen Tagen bestens gesorgt.
🎊 Die Burschenschaft Hausen freut sich auf:
🍺 viele Besucher
🎭 kreative Beiträge beim Dorfabend
🎉 ein unvergessliches Kirmeswochenende mit euch!
Eure Burschenschaft Hausen 🍻
Kalenderblatt Juli 2026
Friedrich & Wiesenhütter begeisterten
Sorge um Arztpraxis
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CDU sorgt sich um Arztpraxis in Oberaula
Oberaula – Die künftig hausärztliche Versorgung der Gemeinden auf dem Land wird bundesweit diskutiert. Oberaula macht da keine Ausnahmen. Deshalb fragte die CDU an, was mit der Arztpraxis, die zurzeit von der Firma Vimedos betrieben werde, geschehe, wenn der Hausarzt in Ruhestand gehe. Weiter wollte die Fraktion wissen, wie viele Arztsitze für Allgemeinmedizin laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) für die Gemeinde aktuell vorgesehen seien.
Auf Nachfrage bei Vimedos GmbH bemühe sich das Unternehmen um Ärzte für seine zwölf Standorte in Nordhessen. Die Praxis in Oberaula sei eine feste Nachfolge vorgesehen. Sie soll auf jeden Fall erhalten bleiben, und zwar mit den derzeitigen Öffnungszeiten, berichtete Bürgermeister Klaus Wagner.
Nach Auskunft der KV werden für einzelne Kommunen keine festen Arztsitze ausgewiesen, sondern nach Planungsregionen. In der Planungsregion Schwalmstadt, die große Teile des Altkreises Ziegenhain umfasst, seien zurzeit sieben Hausarztsitze frei. Das hieße, dass sich Ärzte bei Vimedos auf eine Stelle im Bereich des MVZ Knüll, das Neukirchen, Oberaula und Ostra umfasst, bewerben können, so der Bürgermeister abschließend. (RAS)
Karikaturen als Preise
150. Blutspende in Oberaula
Vorbildliches Engagement trotz sinkender Spenderzahlen
(v.l.n.re.) Helga Peter, Bereitschaftsleiterin, die Geehrten Jens Becker, Walter Berg und Ewald Peter, Marika Brandt Referentin des Blutspendedienst, Franz Lutz 1, Vorsitzender der DRK-OV Oberaula
Oberaula. Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben sich am Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes am 24. Juni in Oberaula insgesamt 86 Frauen und Männer beteiligt. Darunter waren auch fünf Erstspender. Das DRK sieht die fünf Erstspender als erfreuliches Zeichen – gleichzeitig bleibt die rückläufige Spendenbereitschaft eine große Herausforderung.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Ehrung langjähriger Blutspender. Walter Berg aus Wahlshausen leistete seine 150. Blutspende – ein außergewöhnliches Jubiläum. Walter Berg ist der erste Blutspender, der in Oberaula für seine 150. Blutspende geehrt werden konnte. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jens Becker aus Oberaula für seine 125. Blutspende, Bernd Weinreich aus Neukirchen für seine 110. Blutspende sowie Ewald Peter aus Friedigerode für seine 100. Blutspende. 4
Weitere Ehrungen erhielten Ilona George für ihre 60., Leon Diebel für seine 25. Spende, Christian Albert für seine 20. sowie Volker Bätz und Jens Bernhardt für ihre jeweils 10. Blutspende.
Walter Berg berichtete bei seiner Ehrung, dass ihm die ersten Blutspenden nicht leichtgefallen seien. „Nach den ersten drei Spenden hatte ich immer Kreislaufprobleme. Aufgeben kam für mich dennoch nicht infrage“, erzählte Walter Berg. Heute zählt er zu den engagiertesten Blutspendern der Region. Da inzwischen keine starre Altersgrenze für gesunde Spender mehr besteht, möchte er auch künftig regelmäßig Blut spenden.
Nach der Blutspende konnten sich die Teilnehmer bei frisch gegrillten Steaks und gut gekühlter Wassermelone stärken. Als zusätzliche Anerkennung erhielt jeder Spender einen Gutschein für eine Kiste Mineralwasser, der in einem benachbarten Getränkemarkt innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden kann.
Marika Brandt, die Referentin des Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen, bedankte sich bei allen Spenderinnen und Spendern sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Angesichts des anhaltenden Rückgangs der Blutspenden hofft sie, dass sich künftig wieder mehr Menschen für dieses lebensrettende Engagement entscheiden.
Die „Kleine Bühne Hausen“ sagt Adieu
Der letzte Vorhang fällt
Ein emotionaler Rückblick auf Jahrzehnte voller Lachen, Lampenfieber und Leidenschaft
Es ist eine Nachricht, die vielen von uns das Herz schwer macht: Die „Kleine Bühne Hausen“ hat sich aufgelöst.
Keine Theateraufführungen mehr im Karl-Dippoldsmann-Haus.
Keine Weihnachtsgeschichten mehr in Schencks Scheune, der ehemaligen „Klingers-Scheune“.
Ganz verschwinden wird das Theaterspielen in Hausen jedoch nicht. Beim Dorfabend zur Kirmes, bei Seniorennachmittagen, größeren Feierlichkeiten oder anderen Anlässen werden wir sicherlich den einen oder anderen Theaterspieler wiedersehen.
Und wie oft lobten die „Hiisner-Liit“ ihre Laienspieler nach einer gelungenen Aufführung:
„Es wor werre schee!“
Doch die Jahre sind nicht spurlos an den Aktiven vorbeigegangen. Die Gesundheit geht vor, und der dringend benötigte Nachwuchs bleibt aus. Bevor der Vorhang jedoch endgültig fällt, wollen wir gemeinsam auf eine fantastische Reise zurückblicken – eine Reise, die zeigt, wie viel Herzblut, Engagement und Gemeinschaftsgeist in dieser Theatergruppe steckten.
Wie alles begann: Vom „Hunderter im Hut“ zum Publikumsliebling
Theater wurde in Hausen eigentlich schon immer gespielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg weckte Lehrer Bischoff die Leidenschaft für die Bühne bei vielen Schulkindern.
Der eigentliche Startschuss für die heutige Ära fiel jedoch im Jahr 1987 anlässlich des 25-jährigen Bestehens unseres Dorfgemeinschaftshauses.
Damals, noch als junge Burschenschaftler unterwegs, ließen sich einige Begeisterte von den Geschichten früherer Theateraufführungen anstecken. Unter der fachkundigen Beratung des Theaterkenners Heinrich Schäfer wurde das erste Stück ausgewählt: der Schwank „Der Hunderter im Hut“.
Auch ein Name für die neue Truppe war schnell gefunden: „Kleine Bühne Hausen“.
Zu den Gründungsmitgliedern der ersten Stunde gehörten:
- Ingrid Schmidt
- Conny Battenberg (geb. Asshauer)
- Silke Hahl (geb. Battenberg)
- Jörg Albert
- Ralf Schäfer
- Heike Witzel (geb. Schneider)
- Sandra Di Liberto-Stengler (geb. Fehrmann)
- Heike Heinisch (geb. Corpataux)
Der Erfolg war überwältigend. Bereits 1988 folgten zwei Einakter, und 1989 wagte man sich an „Der Coup im Warenhaus“ – ein Stück, das sogar die Turnhalle in Oberaula bei der Weihnachtsfeier der TSG zum Beben brachte.
Babypause und das große Comeback
Danach wurde es still auf der Bühne. Zehn Jahre lang standen Kindererziehung, Hausbau und Familiengründung im Mittelpunkt des Lebens.
Doch im Jahr 1999 klopfte der damalige Ortsvorsteher Karl-Heinz Klinger bei Heike Heinisch an und sagte:
„Wir müssen das Theaterspielen wieder aufleben lassen!“
Gesagt, getan.
Per Anzeige im Aulaboten wurden Mitstreiter gesucht. Alte Gesichter kehrten zurück, neue kamen hinzu – und plötzlich wurde alles ein wenig professioneller:
- Harte Arbeit: Für jedes Stück wurden drei bis vier Monate lang Texte gelernt und im DGH geprobt.
- Investitionen in die Kunst: Von den Eintrittsgeldern wurden Vorhänge, Scheinwerfer, Mikrofone und Kulissen angeschafft.
- Echte Handarbeit: Franz Huss baute die versprochene Bühne, finanziert durch den Ortsbeirat aus dem Preisgeld des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“.
Aus den kleinen Anfängen entwickelte sich eine feste Größe im Dorfleben – mit Bewirtung, ausverkauftem Haus und treuem Publikum.
Mehr als nur Theater: Ein Herz für die Gemeinschaft
Zuletzt zählte die Theatergruppe als Sparte des Hausener Vereins für Heimat und Brauchtum e. V. stolze 30 Mitglieder. Ihr Motto lautete stets:
„Spaß am Spielen.“
Doch die Theaterleute glänzten nicht nur im Scheinwerferlicht. Sie prägten das Dorfleben über viele Jahre entscheidend mit:
- Sie bereicherten zahlreiche Dorfveranstaltungen mit Sketchen und Theaterbeiträgen.
- Sie packten beim jährlichen Kartoffelfest tatkräftig mit an.
- Sie unterstützten die Burschenschaft engagiert bei der Gestaltung des Kirmesprogramms.
- Sie standen immer dann bereit, wenn im Dorf helfende Hände gebraucht wurden.
Danke für unvergessliche Stunden!
Auch wenn der Ruf „Vorhang auf!“ nun nicht mehr durch das Dorfgemeinschaftshaus schallen wird – bleiben werden die Erinnerungen.
Erinnerungen an Tränen vor Lachen, an Lampenfieber hinter den Kulissen, an großartige Gemeinschaft und an ein Stück lebendige Hausener Dorfgeschichte.
Ortsvorsteher Jörg Albert sagt deshalb von Herzen Danke an alle Spielerinnen und Spieler, Helferinnen und Helfer sowie Unterstützer der Kleinen Bühne Hausen für die vielen wunderschönen Jahre.
„Ihr habt Generationen von Hausenern zum Lachen gebracht, Menschen zusammengeführt und unserem Dorf unzählige schöne Stunden geschenkt. Dafür gebührt euch großer Respekt und aufrichtiger Dank. Ihr werdet uns fehlen“.
E N D E














