Nun ist es wieder so weit: Der Maibaum hat in Hausen seinen Dienst für dieses Jahr getan und wurde am 29. September abgebaut.

Seit dem Aufstellen kurz vor dem 1. Mai hat der über 20 Meter hohe Baum unser Ortsbild geschmückt und uns daran erinnert, dass Traditionen nicht nur gepflegt, sondern vor allem gemeinsam gelebt werden.

Für die Männer des Reservistenvereins hieß es nun also: Ärmel hochkrempeln und ran an den Baum! Mit dem Holz-Lkw legte Gerd Neumann den Maibaum sicher und gekonnt um. Anschließend wurden Vereinsschilder, Kranz und Fahne abmontiert und alles für die Winterpause verstaut.

Dank der guten Zusammenarbeit war die Arbeit schnell erledigt. Und wie es sich in einem Dorf gehört, darf nach getaner Arbeit natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Bei einem kleinen gemütlichen Abschluss wurde noch einmal auf die vergangene Maibaumsaison angestoßen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern des Reservistenvereins, die jedes Jahr mit viel Einsatz dafür sorgen, dass der Abbau des Maibaums zur Routine geworden ist. Solche Aktionen machen unser Dorfleben lebendig und zeigen, wie schön es ist, wenn die Kameraden des Reservistenvereins gemeinsam anpacken.

Doch lange müssen wir auf die nächste Aktion am Maibaumplatz nicht warten: Bereits am Wochenende vor dem 1. Advent wird an gleicher Stelle wieder fleißig gewerkelt. Dann bekommt der Platz statt des Maibaums einen großen Adventskranz – natürlich wieder von derselben Mannschaft der Reservistenkameraden.

Der Maibaum macht also nur eine kurze Winterpause. Die Tradition geht weiter!

Kartoffelnfest

Noch eine Woche bis zum 24. Kartoffelfest in Hausen.

Dabei hatten wir Kinder aus Oberaula schon viele Jahre vorher unser Kartoffelfest. Den Zahltag für unsere Arbeit auf den Kartoffelfeldern in dem Bereich des Golfgeländes. Kinderarbeit war noch ein völlig unbekanntes Wort. Wir waren dankbar dort in den Herbstferien arbeiten zu dürfen.

Jedes Kind hatte ein Teilstück von 15 Schritten des Verwalters (Ballwanz) zu bearbeiten und die Pferde vor dem Kartoffelroder waren flott.
Ich denke noch gerne an diese Zeit zurück und immer wenn ich einmal in Hausen bin, besuche ich den Gutshof von meinem ersten Arbeitgeber.


Federzeichnung Hofgut Hausen

Reservistenverein „Alte Kameraden“ Hausen verabschieden sich vom „Bizzel“

Erich Nuhn

Zum Jahresende schließt Erich Nuhn seine Gastwirtschaft „Bizzel“ für immer. Für den Reservistenverein „Alte Kameraden“ aus Hausen bedeutet dies nicht nur das Ende einer Gaststätte, sondern auch das Ende eines langjährigen Treffpunkts und damit eines Stücks Vereinsgeschichte.

Bei der letzten Quartalssitzung gestern Abend, die die Kameraden beim Erich Nuhn abhielten, nutzte der 1. Vorsitzende Gerd Neumann, die Gelegenheit, dem Wirt im Namen der Reservierten seinen herzlichen Dank auszusprechen.

Über viele Jahre war die Gastwirtschaft „Bizzel“ weit mehr als ein Ort, an dem man sich zum Essen und Trinken traf. Hier fanden auch Vereinstreffen der Reservisten statt, hier wurde gefeiert, gelacht und so manche gemeinsame Stunde verbracht. Die Gaststätte war ein fester Bestandteil des Vereinslebens und für viele Kameraden ein vertrauter und gemütlicher Treffpunkt.

„Mit der Schließung geht auch ein Stück unserer Vereinsgeschichte zu Ende“, betonte Gerd Neumann in seiner Ansprache. Für manche Stammgäste im Gasthaus „Zum Schwanen“, so der offizielle Name, sei die Kneipe wie ein Stück zweite Heimat gewesen.

Dabei stand natürlich der Wirt selbst im Mittelpunkt. Erich Nuhn habe seine Gaststätte über die Jahre mit viel persönlichem Engagement und Freude geführt und stets dafür gesorgt, dass sich die Kameraden wohlfühlten und gerne wiederkamen. Im „Bizzel“ seien viele Erinnerungen entstanden und zahlreiche Geschichten erzählt worden – manche davon sicherlich auch mehr als einmal, wie Neumann mit einem Augenzwinkern anmerkte.

Im Namen der Reservistenkameradschaft dankte Gerd Neumann Erich Nuhn insbesondere für die Bewirtung bei den vielen Quartalssitzungen und für die zahlreichen geselligen Stunden, die man gemeinsam verbringen durfte. Der Vorstand der Reservistenkameradschaft überreichte Nuhn einen Präsentkorb mit vielen Leckereien.

(v.l.n.re.) Vorsitzende Gerd Neumann. Vereinswirt Erich Nuhn, Kasierer Dirk Battenberg

Auch wenn die Türen der Dorfkneipe zum Jahresende endgültig geschlossen werden, bleiben die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Und auch die vielen Geschichten, die dort entstanden sind, werden sicherlich noch lange in der Kameradschaft weiterleben.

Zum Abschied wünschte die Reservistenkameradschaft Hausen ihrem langjährigen Gastgeber alles Gute, vor allem Gesundheit und viele schöne Stunden für die Zukunft.

Und eines bleibt bestehen, wie Gerd Neumann zum Abschluss seiner Rede feststellte:

„Einmal Kamerad – immer Kamerad!“

So stießen die Kameraden gemeinsam auf Erich Nuhn, die Vereinskneipe „Bizzel“ und die vielen schönen Jahre mit einem Extrunk beziehungsweise Doppelextrunk an.

Weitere Termine:

Abbau Maibaum Dienstag 29.09.2026,

Aufbau Weihnachtsbeleuchtung 28.11.2026,

Weihnachtsfeier 19.12.2026

25.09.2026

Krisen können sich überlagern und gegenseitig verstärken. Vor diesem Hintergrund hatte das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz zur Veranstaltung „Bevölkerungsschutz: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“ in die Hessen-Botschaft eingeladen. – Fotos: DRK Fulda

Minister Poseck lädt zu hochkarätigem „Krisen-Gipfel“ in die Hessen-Botschaft

Berlin – Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge – zwei Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Auch bei uns in Deutschland und wir müssen vorbereitet sein: Alle sind gefragt! Dafür braucht es aber Vernetzung zwischen Bevölkerung und Politik, Bundeswehr, Feuerwehren und Hilfsorganisationen“, sagt Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Fulda, und fordert, Hürden zu brechen. Die Rotkreuz-Präsidentin war Teil einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde am Donnerstagabend in der Hessischen Landesvertretung in Berlin.

Eine veränderte Sicherheitslage, Extremwetter, mögliche Stromausfälle und Angriffe auf Kritische Infrastrukturen stellen Staat und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Krisen können sich überlagern und gegenseitig verstärken. Vor diesem Hintergrund hatte das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz zur Veranstaltung „Bevölkerungsschutz: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“ in die Hessen-Botschaft eingeladen. Gastgeber war Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU).

Zu Beginn haben Kai Sauer, der Botschafter der Republik Finnland in Berlin, und Staatsminister Poseck mit Impulsvorträgen Einblicke in unterschiedliche Aspekte gesellschaftlicher Resilienz und Krisenvorsorge gegeben. An der anschließenden Diskussion hat Innenminister Roman Poseck mit Experten gesprochen. Auf dem Podium saßen Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes a. D. und Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Fulda, Thomas Silberhorn MdB, Mitglied des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen sowie Prof. Dr. Lars Gerhold von der Technischen Universität Braunschweig, Lehrstuhl Psychologie soziotechnischer Systeme und Wissenschaftlicher Leiter des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit. Moderiert wurde der Abend von Gunnar Töpfer vom Hessischen Rundfunk.

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes

Impuls zur Sensibilisierung für Krisenvorsorge in der Berliner Hessen-Botschaft

„Resilienz und Krisenvorsorge sind in diesen krisenhaften Zeiten das Gebot der Stunde“, betont Innenminister Roman Poseck und führt weiter aus: „Die geopolitische Lage, Cyberangriffe, hybride Bedrohungen, Unwetter und Stromausfälle stellen uns vor neue Herausforderungen. Auf diese müssen Staat und Gesellschaft reagieren. Mir war es deshalb wichtig, nach der ersten Resilienzwoche in Hessen einen weiteren Impuls zur Sensibilisierung für Krisenvorsorge in der Landesvertretung Berlin zu geben.“

Zuvor hatte der finnische Botschafter Sauer deutlich gemacht, wie umfassend Sicherheit in seinem Land gesehen wird. Die Bevölkerung ist in die Themen umfassend eingebunden. „Wir können von den skandinavischen Ländern weiter viel lernen und die Themen Sicherheit und Resilienz gemeinsam betrachten. Wenn wir beiden Gesichtspunkten bestmöglich Rechnung tragen, stärken wir auch das Vertrauen in den Staat“, so Poseck, der das Thema „Bevölkerungsschutz“ zur Chefsache erklärt hat. Und er betont weiter: „Es kommt auf jeden Einzelnen an. Wer weiß, was bei einem Stromausfall zu tun ist, Warnmeldungen richtig einordnet, einen angemessenen Vorrat zu Hause hat oder nach einem hilfsbedürftigen Nachbarn schaut, leistet einen wichtigen Beitrag. Je besser sich die Menschen und ihre Nächsten auf eine Krise vorbereitet haben, desto stärker werden auch unsere Einsatzkräfte entlastet.“

Für Rotkreuz-Präsidentin Schenck zu Schweinsberg sind Bevölkerungsschutz und Resilienz gesamtgesellschaftliche Aufgaben. „Als DRK sind wir schon sehr gut aufgestellt, aber wir müssen noch besser werden und vor allem die Menschen mitnehmen. Es geht nicht darum, in Panik zu verfallen, sondern die Realität ernst zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und handlungsfähig zu bleiben – so wie es unser Innenminister perfekt auf den Punkt gebracht. (mis/pm)

     MinisterPoseck lädt zu hochkarätigem „Krisen-Gipfel“