Autor: Karl-Heinz Klinger

Reservistenverein „Alte Kameraden“ Hausen verabschieden sich vom „Bizzel“

Erich Nuhn

Zum Jahresende schließt Erich Nuhn seine Gastwirtschaft „Bizzel“ für immer. Für den Reservistenverein „Alte Kameraden“ aus Hausen bedeutet dies nicht nur das Ende einer Gaststätte, sondern auch das Ende eines langjährigen Treffpunkts und damit eines Stücks Vereinsgeschichte.

Bei der letzten Quartalssitzung gestern Abend, die die Kameraden beim Erich Nuhn abhielten, nutzte der 1. Vorsitzende Gerd Neumann, die Gelegenheit, dem Wirt im Namen der Reservierten seinen herzlichen Dank auszusprechen.

Über viele Jahre war die Gastwirtschaft „Bizzel“ weit mehr als ein Ort, an dem man sich zum Essen und Trinken traf. Hier fanden auch Vereinstreffen der Reservisten statt, hier wurde gefeiert, gelacht und so manche gemeinsame Stunde verbracht. Die Gaststätte war ein fester Bestandteil des Vereinslebens und für viele Kameraden ein vertrauter und gemütlicher Treffpunkt.

„Mit der Schließung geht auch ein Stück unserer Vereinsgeschichte zu Ende“, betonte Gerd Neumann in seiner Ansprache. Für manche Stammgäste im Gasthaus „Zum Schwanen“, so der offizielle Name, sei die Kneipe wie ein Stück zweite Heimat gewesen.

Dabei stand natürlich der Wirt selbst im Mittelpunkt. Erich Nuhn habe seine Gaststätte über die Jahre mit viel persönlichem Engagement und Freude geführt und stets dafür gesorgt, dass sich die Kameraden wohlfühlten und gerne wiederkamen. Im „Bizzel“ seien viele Erinnerungen entstanden und zahlreiche Geschichten erzählt worden – manche davon sicherlich auch mehr als einmal, wie Neumann mit einem Augenzwinkern anmerkte.

Im Namen der Reservistenkameradschaft dankte Gerd Neumann Erich Nuhn insbesondere für die Bewirtung bei den vielen Quartalssitzungen und für die zahlreichen geselligen Stunden, die man gemeinsam verbringen durfte. Der Vorstand der Reservistenkameradschaft überreichte Nuhn einen Präsentkorb mit vielen Leckereien.

(v.l.n.re.) Vorsitzende Gerd Neumann. Vereinswirt Erich Nuhn, Kasierer Dirk Battenberg

Auch wenn die Türen der Dorfkneipe zum Jahresende endgültig geschlossen werden, bleiben die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Und auch die vielen Geschichten, die dort entstanden sind, werden sicherlich noch lange in der Kameradschaft weiterleben.

Zum Abschied wünschte die Reservistenkameradschaft Hausen ihrem langjährigen Gastgeber alles Gute, vor allem Gesundheit und viele schöne Stunden für die Zukunft.

Und eines bleibt bestehen, wie Gerd Neumann zum Abschluss seiner Rede feststellte:

„Einmal Kamerad – immer Kamerad!“

So stießen die Kameraden gemeinsam auf Erich Nuhn, die Vereinskneipe „Bizzel“ und die vielen schönen Jahre mit einem Extrunk beziehungsweise Doppelextrunk an.

Weitere Termine:

Abbau Maibaum Dienstag 29.09.2026,

Aufbau Weihnachtsbeleuchtung 28.11.2026,

Weihnachtsfeier 19.12.2026

25.09.2026

Krisen können sich überlagern und gegenseitig verstärken. Vor diesem Hintergrund hatte das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz zur Veranstaltung „Bevölkerungsschutz: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“ in die Hessen-Botschaft eingeladen. – Fotos: DRK Fulda

Minister Poseck lädt zu hochkarätigem „Krisen-Gipfel“ in die Hessen-Botschaft

Berlin – Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge – zwei Themen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Auch bei uns in Deutschland und wir müssen vorbereitet sein: Alle sind gefragt! Dafür braucht es aber Vernetzung zwischen Bevölkerung und Politik, Bundeswehr, Feuerwehren und Hilfsorganisationen“, sagt Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Fulda, und fordert, Hürden zu brechen. Die Rotkreuz-Präsidentin war Teil einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde am Donnerstagabend in der Hessischen Landesvertretung in Berlin.

Eine veränderte Sicherheitslage, Extremwetter, mögliche Stromausfälle und Angriffe auf Kritische Infrastrukturen stellen Staat und Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Krisen können sich überlagern und gegenseitig verstärken. Vor diesem Hintergrund hatte das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz zur Veranstaltung „Bevölkerungsschutz: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“ in die Hessen-Botschaft eingeladen. Gastgeber war Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck (CDU).

Zu Beginn haben Kai Sauer, der Botschafter der Republik Finnland in Berlin, und Staatsminister Poseck mit Impulsvorträgen Einblicke in unterschiedliche Aspekte gesellschaftlicher Resilienz und Krisenvorsorge gegeben. An der anschließenden Diskussion hat Innenminister Roman Poseck mit Experten gesprochen. Auf dem Podium saßen Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes a. D. und Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Fulda, Thomas Silberhorn MdB, Mitglied des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen sowie Prof. Dr. Lars Gerhold von der Technischen Universität Braunschweig, Lehrstuhl Psychologie soziotechnischer Systeme und Wissenschaftlicher Leiter des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit. Moderiert wurde der Abend von Gunnar Töpfer vom Hessischen Rundfunk.

Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes

Impuls zur Sensibilisierung für Krisenvorsorge in der Berliner Hessen-Botschaft

„Resilienz und Krisenvorsorge sind in diesen krisenhaften Zeiten das Gebot der Stunde“, betont Innenminister Roman Poseck und führt weiter aus: „Die geopolitische Lage, Cyberangriffe, hybride Bedrohungen, Unwetter und Stromausfälle stellen uns vor neue Herausforderungen. Auf diese müssen Staat und Gesellschaft reagieren. Mir war es deshalb wichtig, nach der ersten Resilienzwoche in Hessen einen weiteren Impuls zur Sensibilisierung für Krisenvorsorge in der Landesvertretung Berlin zu geben.“

Zuvor hatte der finnische Botschafter Sauer deutlich gemacht, wie umfassend Sicherheit in seinem Land gesehen wird. Die Bevölkerung ist in die Themen umfassend eingebunden. „Wir können von den skandinavischen Ländern weiter viel lernen und die Themen Sicherheit und Resilienz gemeinsam betrachten. Wenn wir beiden Gesichtspunkten bestmöglich Rechnung tragen, stärken wir auch das Vertrauen in den Staat“, so Poseck, der das Thema „Bevölkerungsschutz“ zur Chefsache erklärt hat. Und er betont weiter: „Es kommt auf jeden Einzelnen an. Wer weiß, was bei einem Stromausfall zu tun ist, Warnmeldungen richtig einordnet, einen angemessenen Vorrat zu Hause hat oder nach einem hilfsbedürftigen Nachbarn schaut, leistet einen wichtigen Beitrag. Je besser sich die Menschen und ihre Nächsten auf eine Krise vorbereitet haben, desto stärker werden auch unsere Einsatzkräfte entlastet.“

Für Rotkreuz-Präsidentin Schenck zu Schweinsberg sind Bevölkerungsschutz und Resilienz gesamtgesellschaftliche Aufgaben. „Als DRK sind wir schon sehr gut aufgestellt, aber wir müssen noch besser werden und vor allem die Menschen mitnehmen. Es geht nicht darum, in Panik zu verfallen, sondern die Realität ernst zu nehmen, Verantwortung zu übernehmen und handlungsfähig zu bleiben – so wie es unser Innenminister perfekt auf den Punkt gebracht. (mis/pm)

     MinisterPoseck lädt zu hochkarätigem „Krisen-Gipfel“

Hersfelder Zeitung

Weltpremiere für Pop-Oratorium in vier Kirchen

Das Oratorium erzählt laut Ankündigung die Geschichte Johannes’ des Täufers, der sich gegen Heuchelei, Gleichgültigkeit und falsche Sicherheiten stellt und die Menschen zu Veränderung und Orientierung aufruft. Unter der Leitung von Popkantor Matthias Weber wirken neben dem großen Projektchor die Solisten Ulrike Wahren, Hartmut Naumann und Luciano Di Gregorio sowie eine Live-Band und ein Blechbläserensemble mit.

Eintrittskarten sind in Heringen (Brücken-Apotheke und Kirchenbüro Hersfeld-Ost), Bad Hersfeld (Weltladen), Bebra (Hoehlsche Buchhandlung) und Obersuhl (Sandra‘s Spielzeugland) erhältlich. Karten für Breitenbach/H. verkaufen die Burg-Apotheke Breitenbach, der Bilderbuchgarten Niederaula, die Gemeinde Kirchheim und Uhren-Optik-Schmuck Ide in Oberaula. (RED/JCE)

Manche Menschen reden darüber, was man alles tun müsste.

Und dann gibt es Menschen, die einfach anfangen.

Adolf Paul gehört zur zweiten Sorte.

Als der Hessische Rundfunk Ende August 2026 in seiner Sendung „Weitergedreht“ auf das erste Dorfgemeinschaftshaus Hessens blickte, stand auch ein Mann im Mittelpunkt: Adolf Paul.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Edermünde-Haldorf feiert sein 75-jähriges Bestehen – ein Gebäude mit einer bewegten Geschichte und ein Ort, der für Generationen zum Mittelpunkt des Dorflebens wurde.

Am 6. August 1951 wurde es feierlich eingeweiht. Seitdem war es Treffpunkt für Vereine, Sportler, Feste und die ganze Dorfgemeinschaft. Doch seit letztem Sommer ist das Gebäude aufgrund gravierender Baumängel geschlossen – für viele Vereine ein schwerer Schlag. Denn mit dem DGH schloss nicht nur ein Gebäude, sondern auch eine wichtige Begegnungsstätte.

Und mittendrin: Adolf Paul.

Der gebürtige Oberaulaer lebt bereits seit Anfang der Sechzigerjahre in Haldorf. Was zunächst vielleicht nur ein neuer Wohnort war, wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einer echten Heimat. Adolf Paul engagierte sich von Anfang an und hinterließ Spuren.

Zunächst gehörte seine Leidenschaft dem Sport, wo er als Leistungsträger seiner Mannschaft über viele Jahre aktiv war. Doch Sport allein reichte ihm nicht – Adolf Paul wollte mehr bewegen.

Er übernahm Verantwortung und engagierte sich für die Gemeinschaft. Als Gemeindevertreter, als Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Haldorf setzte er sich für die Geschichte, die Traditionen und das Zusammenleben im Ort ein.

Auch im Karneval war Adolf Paul eine feste Größe: Als Haldorfer „Gänser“ prägte er über 30 Jahre das närrische Geschehen in Edermünde. Wo etwas organisiert, gestaltet oder bewegt werden musste, war Adolf Paul meist nicht weit.

So verwundert es kaum, dass der Hessische Rundfunk ihn als einen der ersten Gesprächspartner auswählte. Denn kaum jemand verkörpert die Geschichte und das Engagement für Haldorf so sehr wie er.

Dabei ist es schon erstaunlich: Adolf Paul ist in Haldorf so aktiv, dass man meinen könnte, für seine alte Heimat Oberaula bleibe kaum noch Zeit.

Doch weit gefehlt.

Auch für Oberaula engagiert er sich weiterhin – unter anderem mit der Facebook-Seite „Oberaula einst und jetzt“. Dort hält er Erinnerungen wach, sammelt Geschichten, fasst sie in zwei Büchern zusammen und verbindet so Vergangenheit und Gegenwart.

Vielleicht ist genau das das Besondere an Adolf Paul:

Er hat seine neue Heimat Haldorf nie nur als Wohnort gesehen, sondern sie aktiv mitgestaltet – und gleichzeitig seine Wurzeln in Oberaula nie vergessen.

Adolf Paul ist kein Mann der großen Gesten.

Er ist ein Macher.

Ein Mensch, der anpackt, Verantwortung übernimmt und sich einbringt.

Und Menschen wie ihn braucht jedes Dorf.

 

VIDEO – Hessenschau

https://www.hessenschau.de/tv-sendung/weitergedreht-was-aus-hessens-erstem-dorfgemeinschaftshaus-wurde,container-beitrag-45308.hmtl.

Adolf Paul zeigt dem Fernsehteam Bilder aus seinem reichhaltigen Archiv

Screenshot


DGH Haldorf Fotos HR-Hessenschau)