Reservisten stellen Maibaum auf

Initiator des Maibaums in Hausen war Otto Nuhn

(Von Brunhilde Miehe, HZ Mein Heimatland)

1991 meinte Otto Nuhn aus Oberaula-Hausen, damaliger Vorsitzender des Reservistenvereins „Alte Kameraden“, dass man eigentlich in Hausen mal einen „Maibaum“ aufstellen könne… Er war einige Jahre als Berufssoldat in Bayern stationiert gewesen und hatte dort auch mehrfach mit seiner Familie Urlaub gemacht, und dort fand er die aufgestellten Maibäume sehr schön. So initiierte er 1991 das Aufstellen eines Maibaums mit seinen Reservistenkameraden.

Und das Procedere sollte ankommen. Am 30. April haben sie dann jährlich eine etwa 20 Meter hohe Fichte, in einigen Jahren farbig bemalt, in anderen unbemalt, von den Landfrauen mit einem Strohkranz mit Bändern geschmückt, und mit den Vereinsschildern bestückt, aufgestellt.

Im Spätherbst haben sie den Baum wieder umgelegt und für das nächste Jahr trocken gelagert – nach 5, 6 Jahren musste man aber wieder eine neue Fichte schlagen und aufstellen. Am 1. Mai hatte man dann im kleinen Zelt für das Dorf jeweils ein „Maibaumfest“ Maibaum2010gestaltet, ein Stelldichein für Jung und Alt arrangiert, allerdings nur mit „Musik aus der Dose“ und ohne Tanz. Neben der Dorfbevölkerung kamen und kommen auch auswärtige Radler und Wanderer – im Laufe der 27 Jahre hatte sich das kleine Fest herum- gesprochen.

Ja, das Hausener Vorgehen fand Nachahmer – im Laufe der Jahre wurde in immer mehr Gemeinden auch ein „Maibaum“ aufstellt, sowohl in der Schwalm als auch im Hersfelder Raum.

Aufstellen des Maibaums in Hausen in 2010

 

Fingertipp   Mein Heimatland (HZ) Brunhilde Miehe

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