Innenminister Peter Beuth im Impfzentrum Fulda

Blitzbesuch von Innenminister Peter Beuth am Mittwoch in Fulda. Als Chef des Krisenstabs der Hessischen Landesregierung hat er sich ein persönliches Bild im Regionalen Impfzentrum Fulda gemacht und sich davon überzeugt, dass der Betrieb erfolgreich angelaufen ist.

Am Mittwoch in der Esperanto-Waideshalle: Hessens Innenminister Peter Beuth informiert sich einen Tag nach der Öffnung im Regionalen Impfzentrum Fulda. – Fotos: Hendrik Urbin

Der historische Start in die nächste Impf-Etappe sei sehr gut verlaufen, berichtet der Innenminister. „Auch im Regionalen Impfzentrum in Fulda stemmen die zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer diese riesige Herausforderung, die es so in der Geschichte unseres Bundeslandes noch nicht gab“, erklärte Beuth und verteilte Lob an die Macher des Impfzentrums.

Auch wenn derzeit nur eine überschaubare Menge von Impfstoff zur Verfügung steht und von allen Bürgern viel Geduld erbracht werden müsse, „kommen wir mit jedem Nadelstich unserem großen Ziel Schritt für Schritt weiter“, sagte der Innenminister.

Im Impfzentrum informierte sich Hessens oberster Sicherheitschef umfassend und traf auch auf Verantwortliche vom Klinikum Fulda und dem Rotem Kreuz Fulda. Sie hatten zur selben Zeit ein Meeting, berichtet DRK-Fulda-Präsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg auf  Nachfrage und zeigte sich über den spontanen Ministerbesuch überrascht: „Wir wussten nichts von dem hohen Besuch. Er war aber wichtig und hat deutlich gezeigt, dass die Impfaktion in Hessen Chefsache ist.

Regionales Impfzentrum in Fulda und Kassel

Aktuell hat das Fuldaer und das Kasseler Impfzentrum eine überregionale Funktion. Es ist für ganz Nord- und Osthessen zuständig. Das heißt: Menschen aus den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg werden im Kongresszentrums Esperanto geimpft. Die Impfwilligen aus dem Schwalm-Eder-Kreis müssen nach Kassel in die Großsporthalle am Auepark. Nicht gerade einen „Katzensprung“ für die über 80-jährigen Oberaulaer.

Voraussichtlich am 9. Februar werden die Impfzentren in den Landkreisen geöffnet. Geimpft wird dann im Schwalm-Eder-Kreis in Fritzlar, im Kreis Hersfeld-Rotenburg in Rotenburg und im Vogelsbergkreis in Alsfeld.

Jetzt wir nur noch genügend Impfstoff gebraucht.

 

 


Walter Höhn hat den Quarzitbrocken in den 1980er-Jahren auf einem Fundfeld entdeckt: Es dauerte rund 40 Jahre, bis er den Brocken der Forschung vorstellte. © Felix Busjaeger

Als Walter Höhn in den 1980er-Jahren auf einem Fundfeld bei Oberaula-Hausen einen auffälligen Quarzit findet, ahnt er bereits, dass ihm ein besonder Fund geglückt ist. Etwa 40 Jahre später bestätigt das auch die Forschung.

Hausen – Ein auffälliger Quarzitbrocken aus Oberaula-Hausen hat das Potenzial, die Archäologie maßgeblich zu beeinflussen. Denn beim Betrachter entsteht unmittelbar der Eindruck von menschlichen Augen: Gut 12,5 Zentimeter ist er groß und mit einem durchgängigen, natürlichen Loch sowie deutlichen Bearbeitungsspuren an der Oberfläche versehen. Die Optik wird durch eine auffällige rote Umrandung unterstützt, die dem Stein die Züge eines Gesichts verleiht.

In Verbindung mit den nachgewiesenen Bearbeitungsspuren und dem hohen Alter des Artefakts lässt der Brocken die Interpretation zu, dass Homo erectus und Neandertaler bereits in der Lage waren, menschenähnliche Abbildungen anzufertigen. Als Walter Höhn an einem Frühlingstag in den 1980er-Jahren den eigentümlichen Quarzitbrocken auf einem Fundgelände am östlichen Ortsrand von Hausen fand, ahnte er bereits, dass ihm etwas ganz Besonderes in die Hände gefallen war. „Ich habe deutliche Bearbeitungsspuren entdeckt und die gesichtsähnlichen Züge gesehen. Der Quarzit schien zudem sehr alt“, sagt der Borkener.

Quarzitbrocken zeigt Gesicht: Erst nach 40 Jahren der Forschung vorgestellt

Die Wissenschaft bestätigt nun Höhns Einschätzung: Die braune Patina weist das Artefakt einer älteren Fundserie aus Hausen zu. Diese stammt aus dem Acheuléen, einer Zeitspanne während der Altsteinzeit, die über die Existenz von Faustkeilen definiert wird und vor 150 000 Jahren endete. Der Gegenstand wäre damit eine der ältesten menschähnlichen Darstellungen Europas. Dass es knapp 40 Jahre dauerte, bis Höhn seinen Fund der Öffentlichkeit zugänglich machen würde, liegt im wissenschaftlichen Konsens der 1980er- Jahre begründet: „Zur damaligen Zeit wäre es unmöglich gewesen, den Stein bekannt zu machen“, erklärt Prof. Dr. Lutz Fiedler, bis zu seiner Emeritierung Leiter der Archäologischen Abteilung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen in Marburg, dann Honorarprofessor an der Philipps-Universität Marburg.

„Die damalige archäologische Prämisse war, dass Neandertaler und Homo erectus keine figürlichen Artefakte anfertigen konnten“, so der Experte für die Altsteinzeit. Fiedler selbst untersuchte jüngst den Quarzit und stellte seine Einschätzungen in einem Fachmagazin vor. „Neuere Funde aus Marokko, Gibraltar und Frankreich zeigen inzwischen deutlich, dass beide solche Figurenherstellen konnten.“ Aus diesem Grund legte Höhn seinen Fund nochmals zur Begutachtung vor.

Quarzitbrocken zeigt Gesicht: Fundort wurde zerstört

„Es ist auf jeden Fall ein spannendes Artefakt hohen Alters und wird in der Wissenschaft für Diskussionen sorgen“, sagt Dr. Andreas Thiedmann, zuständiger Bezirksarchäologe vom Landesamt für Denkmalpflege. „Sicher ist, dass der Quarzitbrocken Bearbeitungsspuren vorweist. Was sie genau zeigen sollen, können wir allerdings nur versuchen, zu interpretieren.“ Fiedler erwartet, dass die neuen Erkenntnisse große Resonanz bei Sammlern hervorrufen wird: „Möglicherweise tauchen weitere ähnliche Funde auf.“ Neue Funde können aber an der Stelle in Hausen nicht mehr gemacht werden. Das Gelände ist durch eine denkmalrechtlich nicht genehmigte Bebauung zerstört worden. Für Höhn sind die neuen Erkenntnisse eine Bestätigung seiner Vermutungen.

Der pensionierte Oberstudienrat ist bereits seit knapp 50 Jahren auf der Suche nach Fossilien. In den 1970er-Jahren lernte er Dr. Adolf Luttropp aus Ziegenhain kennen. Der Forscher hatte besonderes Interesse an den Quarzitfunden aus der Altsteinzeit, die er im Bereich der Reutersruh sowie in Lenderscheid, Hausen und Rörshain entdeckte. Einige Male waren die Männer gemeinsam unterwegs, erzählt Höhn. Inzwischen seien seine Ausflüge seltener geworden. Wie es für seinen Quarzitbrocken weitergehen könnte, wisse er noch nicht. „Ich könnte mir aber vorstellen, ihn als Dauerleihgabe an ein entsprechendes Museum zu geben“, sagt Höhn. (Felix Busjaeger)


Walter Höhn hat den Quarzitbrocken in den 1980er-Jahren auf einem Fundfeld entdeckt: Es dauerte rund 40 Jahre, bis er den Brocken der Forschung vorstellte. © Felix Busjaeger

Als Walter Höhn in den 1980er-Jahren auf einem Fundfeld bei Oberaula-Hausen einen auffälligen Quarzit findet, ahnt er bereits, dass ihm ein besonder Fund geglückt ist. Etwa 40 Jahre später bestätigt das auch die Forschung.

Hausen – Ein auffälliger Quarzitbrocken aus Oberaula-Hausen hat das Potenzial, die Archäologie maßgeblich zu beeinflussen. Denn beim Betrachter entsteht unmittelbar der Eindruck von menschlichen Augen: Gut 12,5 Zentimeter ist er groß und mit einem durchgängigen, natürlichen Loch sowie deutlichen Bearbeitungsspuren an der Oberfläche versehen. Die Optik wird durch eine auffällige rote Umrandung unterstützt, die dem Stein die Züge eines Gesichts verleiht.

In Verbindung mit den nachgewiesenen Bearbeitungsspuren und dem hohen Alter des Artefakts lässt der Brocken die Interpretation zu, dass Homo erectus und Neandertaler bereits in der Lage waren, menschenähnliche Abbildungen anzufertigen. Als Walter Höhn an einem Frühlingstag in den 1980er-Jahren den eigentümlichen Quarzitbrocken auf einem Fundgelände am östlichen Ortsrand von Hausen fand, ahnte er bereits, dass ihm etwas ganz Besonderes in die Hände gefallen war. „Ich habe deutliche Bearbeitungsspuren entdeckt und die gesichtsähnlichen Züge gesehen. Der Quarzit schien zudem sehr alt“, sagt der Borkener.

Quarzitbrocken zeigt Gesicht: Erst nach 40 Jahren der Forschung vorgestellt

Die Wissenschaft bestätigt nun Höhns Einschätzung: Die braune Patina weist das Artefakt einer älteren Fundserie aus Hausen zu. Diese stammt aus dem Acheuléen, einer Zeitspanne während der Altsteinzeit, die über die Existenz von Faustkeilen definiert wird und vor 150 000 Jahren endete. Der Gegenstand wäre damit eine der ältesten menschähnlichen Darstellungen Europas. Dass es knapp 40 Jahre dauerte, bis Höhn seinen Fund der Öffentlichkeit zugänglich machen würde, liegt im wissenschaftlichen Konsens der 1980er- Jahre begründet: „Zur damaligen Zeit wäre es unmöglich gewesen, den Stein bekannt zu machen“, erklärt Prof. Dr. Lutz Fiedler, bis zu seiner Emeritierung Leiter der Archäologischen Abteilung des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen in Marburg, dann Honorarprofessor an der Philipps-Universität Marburg.

„Die damalige archäologische Prämisse war, dass Neandertaler und Homo erectus keine figürlichen Artefakte anfertigen konnten“, so der Experte für die Altsteinzeit. Fiedler selbst untersuchte jüngst den Quarzit und stellte seine Einschätzungen in einem Fachmagazin vor. „Neuere Funde aus Marokko, Gibraltar und Frankreich zeigen inzwischen deutlich, dass beide solche Figurenherstellen konnten.“ Aus diesem Grund legte Höhn seinen Fund nochmals zur Begutachtung vor.

Quarzitbrocken zeigt Gesicht: Fundort wurde zerstört

„Es ist auf jeden Fall ein spannendes Artefakt hohen Alters und wird in der Wissenschaft für Diskussionen sorgen“, sagt Dr. Andreas Thiedmann, zuständiger Bezirksarchäologe vom Landesamt für Denkmalpflege. „Sicher ist, dass der Quarzitbrocken Bearbeitungsspuren vorweist. Was sie genau zeigen sollen, können wir allerdings nur versuchen, zu interpretieren.“ Fiedler erwartet, dass die neuen Erkenntnisse große Resonanz bei Sammlern hervorrufen wird: „Möglicherweise tauchen weitere ähnliche Funde auf.“ Neue Funde können aber an der Stelle in Hausen nicht mehr gemacht werden. Das Gelände ist durch eine denkmalrechtlich nicht genehmigte Bebauung zerstört worden. Für Höhn sind die neuen Erkenntnisse eine Bestätigung seiner Vermutungen.

Der pensionierte Oberstudienrat ist bereits seit knapp 50 Jahren auf der Suche nach Fossilien. In den 1970er-Jahren lernte er Dr. Adolf Luttropp aus Ziegenhain kennen. Der Forscher hatte besonderes Interesse an den Quarzitfunden aus der Altsteinzeit, die er im Bereich der Reutersruh sowie in Lenderscheid, Hausen und Rörshain entdeckte. Einige Male waren die Männer gemeinsam unterwegs, erzählt Höhn. Inzwischen seien seine Ausflüge seltener geworden. Wie es für seinen Quarzitbrocken weitergehen könnte, wisse er noch nicht. „Ich könnte mir aber vorstellen, ihn als Dauerleihgabe an ein entsprechendes Museum zu geben“, sagt Höhn. (Felix Busjaeger)

Das große Bilderrätsel der HZ

05.01.2021

Hilde Albert hat es auch in diesem Jahr geschafft, gleich zu Jahresbeginn, in die örtliche Presse zu kommen. Glückwunsch!

Die Redaktion der Hersfelder Zeitung hat sich wieder schöne Lösungsmöglichkeiten für ihr großes Bilderrätsel einfallen lassen.

Zur Antwort A wird in ihrem Heimatdorf Hausen immer wieder gesagt, dass die „Hilde“ mit 70 die Heerstraße runter gefahren ist. Das war aber nur 2006 so! In diesem Jahr müsste es heißen: Die „Hilde“ fährt die Heerstraße mit 85 runter.

Zur Antwort B ist anzumerken, das braucht sie nicht. Hilde hat ihren Hans. Das Dschungelcamp wäre aber eine Option.

Zu erwähnen wäre noch, dass die Antwort C die richtige Lösung ist.