Aulatal nach 2:0 noch 2:2 gegen Unterhaun

Hersfelder Zeitung

FUSSBALL-KREISLIGA

Wölfe kämpfen sich zurück

UnterhaunEine ebenso turbulente wie unterhaltsame Partie bekamen die Zuschauer am Sonntag auf dem Unterhauner Sportplatz zu sehen. In der Fußball-Kreisliga A Mitte trennten sich der SV Unterhaun und der letztjährige Gruppenligist SG Aulatal nach einer spannenden Begegnung mit 2:2 (1:2).

Für beide Mannschaften war es bereits das zweite Spiel innerhalb von zwei Tagen – allerdings unter unterschiedlichen Vorzeichen. Während Unterhaun am Freitagabend gegen den TSV Mackenzell eine unglückliche 1:2-Heimniederlage hinnehmen musste, feierte Aulatal mit einem 2:1-Erfolg gegen Landenhausen einen gelungenen Auftakt.

Die Gäste erwischten auch diesmal den deutlich besseren Start. Bereits in der 7. Minute brachte Killian Krapp die SG in Führung. Nach einem punktgenauen Ball von Nils Fischer aus dem Halbfeld ließ Krapp dem reaktivierten Unterhauner Schlussmann Andreas Welle keine Abwehrchance. Nur acht Minuten später legte Aulatal nach: Nach einem Freistoß von Fischer setzte sich Sergej Boka im Strafraum durch und köpfte zum 0:2 ein.

Unterhaun fand zunächst kaum ins Spiel. Viele Ballverluste und Ungenauigkeiten verhinderten gefährliche Offensivaktionen. Erst nach einer Trinkpause, die den Mannschaften aufgrund der hohen Temperaturen Gelegenheit zum Durchatmen gab, änderte sich das Bild. Wölfe-Coach Alexander Peters fand offenbar die richtigen Worte – seine Mannschaft präsentierte sich wie ausgewechselt.

Mit deutlich mehr Mut und Einsatz gewann der SV Unterhaun nun die Kontrolle über das Spiel. Die Gastgeber störten den Gegner früh, zwangen ihn zu Fehlern und belohnten sich in der 30. Minute. Nach einem hervorragend getimten Pass durch die Abwehr blieb Jannis Leon Assi vor dem Tor eiskalt und verkürzte auf 1:2. „Wenn wir nach der Trinkpause nicht so stark zurückgekommen wären und uns auf unsere eigenen Stärken besonnen hätten, hätte Aulatal wahrscheinlich noch vor der Pause das dritte Tor erzielt. So haben meine Jungs gezeigt, was in ihnen steckt, und sich überragend zurückgekämpft“, freute sich Peters nach dem Schlusspfiff.

Den Schwung nahm Unterhaun mit in den zweiten Durchgang. Die Heimelf kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich innerhalb weniger Minuten mehrere hochkarätige Möglichkeiten. In der 49. Minute war es schließlich soweit: Norman Krebs setzte sich über die rechte Seite durch, scheiterte zunächst an Gästekeeper Fabian Lepper, doch der eingewechselte Jami Grzibek reagierte am schnellsten und staubte zum verdienten 2:2-Ausgleich ab.

Nur zwei Minuten später hatte Grzibek sogar die Führung auf dem Fuß. Sein Abschluss strich jedoch hauchdünn am Tor vorbei. Es war die stärkste Phase der Gastgeber, ehe das Spiel angesichts der Hitze etwas an Intensität verlor.

„In dieser Phase hätten wir uns selbst die Krone aufsetzen und das Spiel komplett drehen können. Leider hat das Quäntchen Glück gefehlt. Nach der unglücklichen Niederlage am Freitag bin ich aber unglaublich stolz auf die Mannschaft. Gegen einen so starken Gegner diese Moral zu zeigen, spricht für unser Team. Am Ende hatten wir allerdings auch das nötige Glück, dass Aulatal nicht noch den Lucky Punch setzt“, bilanzierte Peters.

Tatsächlich erhöhte die SG Aulatal in der Schlussphase noch einmal den Druck. Sergej Boka wurde erneut eingewechselt und auch Sebastian Schuch schaltete sich verstärkt in die Offensive ein. Doch die Unterhauner Defensive um Kapitän Dennis Juelch verteidigte leidenschaftlich und ließ keine entscheidende Möglichkeit mehr zu. (SEBASTIAN KRAUSE)

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