Feuchtfröhlicher Merlot-Cup beschließt Turniersaison

In der Bildmitte die Brutto-Sieger des Merlot-Cup Anna Marquardt und Matthias Wittmer.

Hausen – Deutlich lebhafter als gewohnt ging es am ersten Samstag im November wieder auf der Anlage des Kurhessischen Golfclubs in Oberaula-Hausen zu. Nach einem Jahr Pause stand traditionell als letzte Veranstaltung der Saison wieder der Merlot-Cup auf dem Programm. Insgesamt 35 Zweier-Teams hatten gemeldet und gingen um 10 Uhr bereits bestens gelaunt auf die 18 Loch-Runde.

Bei diesem im Scramble durchgeführten Turnier kann man durch den Genuss von Rotwein an mehreren Stationen das eigene Spielergebnis verbessern, was natürlich wie immer für ausgelassene Stimmung auf der gesamten Anlage sorgte. Der Golfgott meinte es diesmal besonders gut mit den TeilnehmerInnen und bescherte Sonne vom ersten bis zum letzten Schlag, sofern dieser letzte Schlag bei Tageslicht erfolgte, was nicht allen Teilnehmern gelang – zu verführerisch war die Verlockung des Weines zwischendurch an den Schutzhütten.Entsprechend gut die Stimmung auch bei der Siegerehrung. In der Bruttowertung siegten Anna Marquardt und Matthias Wittmer vom GC Mülheim a.d.Ruhr. Mit 43 Schlägen erzielten sie das beste Spielergebnis des Tages und gewannen vor Daniel Eckert/Dr. Alexander Kornhaas vom Thüringer GC (47 Schläge). Die Nettowertung ging mit 41 Schlägen an Julian Vaupel/Dr. Thorsten Marquardt, einer Spielgemeinschaft des KHGC Oberaula und dem GC Mülheim a.d.Ruhr. Zwei Schläge mehr benötigen Casey Bourgue und Bernd Wagner (G & LC Arolsen), die im Stechen die das einheimische Team Manfred Reinhard/Joachim Klee auf Platz drei verwiesen.

Velde und Bernrieder siegen beim offiziellen Saisonabschluss

Am Sonntag zuvor hatte beim offiziellen Saisonabschluss des Kurhessischen Golfclubs Oberaula das letzte Handicap-relevante Turnier auf dem Programm gestanden. Insgesamt 42 Golferinnen und Golfer waren der Einladung gefolgt und starteten den letzten möglichen Versuch, das eigene Handicap in letzter Sekunde noch etwas aufzupolieren.Die Bruttowertung der Damen ging an diesem Tag an Edeltraut Velde (13 Punkte), bei den Herren gewann Werner Bernrieder vom GC Bavarian Eicherloh mit 25 Punkten.In der Netto-Klasse A (bis HC 21,4) siegte Jochen Noske mit 44 Punkten vor Thorsten Koch (42 Punkte) und Manfred Reinhard (36 Punkte), alle KHGC Oberaula. In der Netto B-Wertung erreichte Viktor Derko mit 51 Punkten den Tagesbestwert und verwies Michael Sack (45 Punkte) und Christian Spanknebel (44 Punkte) auf die Plätze. (Fotos und Bericht: Heiko Walter)

05.11.2021

Das Seniorenzentrum St. Lioba hat eine Auszeichnung als bester Arbeitgeber für Frauen bekommen. (Foto: Martin Engel)

Ausgezeichnet: DRK St. Lioba als bester Arbeitgeber für Frauen

Bereits zum dritten Mal gehört die DRK Fulda zu den besten Arbeitgebern für Frauen in Deutschland und glänzt dieses Mal mit einer 5-Sterne-Bewertung. Von 179 Unternehmen, haben es lediglich 23 zu dieser Spitzenbewertung geschafft. „Diese Auszeichnung spricht als Erstes für das Haus und natürlich auch für das Deutsche Rote Kreuz als Arbeitgeber“, so Donata Freifrau Schenck, DRK-Präsidentin. 

Seit drei Jahren beschäftigt sich das Frauenmagazin „Brigitte“ mit der Aufgabe, den besten Arbeitgeber für Frauen zu finden und hat im Zuge dessen eine Arbeitgeberstudie durchgeführt. Carmen Farnung, stellvertretende Einrichtungsleiterin erzählt: „Es war für uns klar, dass wir dieses Jahr wieder mitmachen wollen – unsere Führungskräfte sind fast ausschließlich Frauen und generell steht bei uns Frauenpower ganz weit oben.“ 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Der stellvertretenden Einrichtungsleiterin geht es allerdings dabei noch um viel mehr, als nur eine hohe Frauenquote im Unternehmen und im Hause St. Lioba: „Viele Frauen haben eben auch Kinder, sind sogar alleinerziehend oder müssen im Job für einen gewissen Zeitraum pausieren – dafür muss ein Arbeitgeber auch Verständnis haben und den Frauen dennoch die Chance auf Karriere ermöglichen.“

Auch im Seniorenheim St. Lioba war die Corona-Krise eine sehr schwere Zeit, nicht zuletzt aufgrund der seelischen Belastung aus Sorge um die Mitbewohner. Carmen Farnung berichtet von einer immensen Frauenpower während dieser Zeit:

„In dieser Zeit war ein hohes Maß an Mitgefühl nötig und auch ein toller Zusammenhalt. Da konnte ich mich auf jede Frau in diesem Haus verlassen – natürlich auch auf die wenigen Männer unter uns.“ Dies wurde von der Präsidentin nochmals betätigt, indem sie betont, wie fürsorglich und liebevoll das Personal mit den Bewohnern umgeht und „sie einfach zusammengehören“.

Wertschätzend – persönlich – modern

Doch neben der persönlichen Unterstützung der Arbeitgeber gegenüber den Pflegern und Betreuern, spielt auch die Innovation für die Mitarbeiter eine große Rolle. Auch in dieser Hinsicht bestätigt das Personal, dass das DRK Fulda ein guter Arbeitgeber ist: „Wir arbeiten überwiegend digital, haben viele Innovationen zugunsten unserer Bewohner anschaffen dürfen und bleiben einfach nicht stehen“, so Anne Winterfeldt, Leiterin der sozialen Betreuung. Auch der Roboter Pepper sorgt bei den Mitarbeitern und Bewohnern für eine gute Stimmung, wenn er durch die Gänge rast und die Senioren begrüßt. (law)

04.11.2021

Offizielle Film-Premiere

„Barrieren brechen – Inklusion stärken“

Fulda – „Barrieren brechen – Inklusion stärken“ – so lautet der Titel des digitalen Handbuchs, das als Ratgeber zum respektvollen Umgang mit Menschen mit Behinderung gedacht ist. Anhand von zehn Regeln können Unsicherheiten beseitigt und zur notwendigen Sensibilität angeregt werden. Die Initiative haben die Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung ergriffen. Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Fulda haben sie einen besonderen Kurzfilm zusammengestellt. „Bereits bei der Entstehung des Projektes sind wir uns alle auf Augenhöhe begegnet. Wichtig ist uns, darüber mit unseren Mitmenschen ins Gespräch zu kommen, auf unsere Wünsche und Anliegen aufmerksam zu machen und zusammen Ideen zu entwickeln“, erklärt die Beiratsvorsitzende Lea Widmer gegenüber O|N.

In den Räumlichkeiten des Feuerwehrmuseums in der St.-Laurentius-Straße präsentierten die Verantwortlichen am Donnerstagmittag nun offiziell das entstandene Projekt. Der Deutsche Knigge-Rat hatte bereits einen Guide herausgegeben mit hilfreichen Tipps zum Thema. Jetzt gibt es eine digitale Weiterentwicklung – ganz ‚made in Fulda‘ – von Menschen mit Handicap für Menschen ohne Behinderung. Denn oftmals zeigt sich: Es herrschen noch viele Unsicherheiten. Wie spreche ich Menschen mit Handicap eigentlich richtig an? Wie biete ich jemandem meine Hilfe an, ohne aufdringlich zu wirken? Diese und weitere Fragen werden in dem Kurzfilm aufgegriffen und anschaulich nähergebracht.

Drei Varianten stehen zur Verfügung. „Der Film soll für jeden zugänglich sein. Einer ist beispielsweise mit Untertiteln, der andere mit Audiodeskriptionen“, so Widmer. Entstanden ist der Grundgedanke des Videos in Corona-Zeiten. „Uns war aufgefallen, dass die Impf- und Testzentren nicht behindertengerecht angepasst sind. Darauf haben wir aufmerksam gemacht. Mit dem DRK ist dann die Idee entstanden, nicht nur unsere städtischen Mitarbeiter in Bezug auf den inklusiven Umgang zu schulen, sondern auch generell die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen.“

„Inklusion leben“

DRK-Präsidentin Donata Schenck zu Schweinsberg: „Wichtig ist es, über Inklusion nicht nur in Broschüren zu lesen, sondern auch zu leben.“ Auch Schenck zu Schweinsberg habe selbst schon Situationen erlebt, wo sie sich über die richtigen Umgangsformen Gedanken gemacht habe. Fest steht: „Wir müssen uns alle auf Augenhöhe begegnen und lernen, normal miteinander umzugehen.“ Dieser Gedanke müsse noch mehr in der Gesellschaft verankert werden, angefangen bei den Kindergärten und Schulen. „In jedem schlummert nämlich ein Wille und eine Begabung, das gilt es herauszukristallisieren.“ Die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Beirats für behinderte Menschen sei eine wertvolle Erfahrung gewesen. „Ich würde sagen, das ist der Beginn einer tollen Freundschaft. Weitere Projekte bringen wir gerne auf den Weg.“ (mkr) +++

  Film: „Barrieren brechen – Inklusion stärken“